Geopolitik

Iran-Krieg: +++ Hegseth: Irans neuer Oberster Führer „verwundet und wahrscheinlich entstellt“ +++ Liveticker | ABC-Z

Die Militäroperation gegen den Iran sei ein voller Erfolg, sagt Kriegsminister Hegseth. Die iranische Führung verstecke sich, der neue Oberste Führer Chamenei sei verwundet. Mehr im Liveticker.

Seit Ende Februar greifen Israel und die USA den Iran an. Nuklearanlagen und Militäreinrichtungen wurden zerstört, Führungsfiguren des Regimes in Teheran ausgeschaltet. An der Staatsspitze folgt Modschtaba Chamenei auf seinen getöteten Vater Ajatollah Ali Chamenei. Die iranischen Streitkräfte und Revolutionsgarden nehmen Israel und die Golfstaaten unter Beschuss und blockieren die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft.

Alle Ereignisse rund um den Angriff auf den Iran im Liveticker:

13:19 Uhr – Hegseth: Neuer Oberster Führer „verwundet und wahrscheinlich entstellt“

Kriegsminister Pete Hegseth spricht auf einer Pressekonferenz im Pentagon. Nie zuvor sei eine moderne Armee so schnell dezimiert worden, sagt er. Der Iran verfüge über keine Flugabwehr, keine Luftwaffe, keine Marine. Der Raketenbestand sei um 90 Prozent geschrumpft. Der iranischen Führung gehe es nicht besser. Der „nicht so ganz Oberste Führer“, Modschtaba Chamenei, sei „verwundet und wahrscheinlich entstellt“. Er verstecke sich, seine erste Botschaft am gestrigen Tag sei lediglich im Fernsehen verlesen worden. „Keine Stimme, kein Video“, sagt Hegseth. „Sein Vater ist tot, er hat Angst und ist auf der Flucht.“

13:17 Uhr – Russland: Keine erhöhte Strahlung nach Angriffen auf Iran

Nach den Angriffen der USA und Israels auf iranische Atomanlagen sind russischen Angaben zufolge keine veränderten Strahlungswerte festzustellen. Dies meldet die staatliche Nachrichtenagentur RIA unter Berufung auf den Chef des Atomkonzerns Rosatom, Alexej Lichatschow. Es bleibt zunächst unklar, auf welche konkreten Angriffe ​sich der Bericht bezieht. Der Iran hatte in der vergangenen Woche erklärt, die Anlage in Natans sei getroffen worden, es sei jedoch keine Radioaktivität ausgetreten.

12:40 Uhr – Sri Lanka übergibt Leichen iranischer Seeleute

Sri Lanka hat nach einem Angriff der US-Marine auf ein iranisches Kriegsschiff die Leichen von 84 Seeleuten überstellt. Die sterblichen Überreste seien iranischen Vertretern zur Rückführung übergeben worden, sagte Außenministeriumssprecher Thushara Rodrigo am Freitag. Sie sollten vom Flughafen Hambantota im Süden Sri Lankas in den Iran geflogen werden.

Ein U-Boot der US-Marine hatte am Mittwoch vergangener Woche das iranische Kriegsschiff „IRIS Dena“ in internationalen Gewässern vor der Küste Sri Lankas versenkt. 32 Besatzungsmitglieder wurden gerettet.

12:27 Uhr – Regierung: Fünfstellige Zahl von Deutschen zurückgekehrt

Eine fünfstellige Zahl Deutscher hat nach Angaben des Auswärtigen Amtes die Krisenregion verlassen. Die Bundesregierung habe davon 1100 besonders Schutzbedürftige und ihre engsten Angehörigen mit sechs Sonderflügen ausgeflogen, sagt ein Sprecher des Ministeriums. Der wahrscheinlich letzte von der ​Regierung organisierte Flug habe am Donnerstag stattgefunden und sei nicht mehr voll ausgelastet gewesen. Eine eigenständige Ausreise sei über kommerzielle Flüge und Landwege möglich. Eine mittlere dreistellige Zahl von Deutschen werde in der Region individuell beraten.

12:25 Uhr – Trump: Begleitschutz für Schiffe in Straße von Hormus wäre möglich

US-Präsident Donald Trump hat Begleitschutz der USA für Schiffe in der Straße von Hormus in Aussicht gestellt. Das könne man tun, falls dies nötig sei, sagt er dem Sender Fox News. ​Zudem kündigt er für die kommende Woche „sehr harte“ militärische Schläge gegen den Iran an.

11:11 Uhr – Nato-Luftabwehr fängt dritte iranische Rakete über Türkei ab

Die Nato-Luftabwehr hat nach Angaben der Türkei eine dritte iranische Rakete abgefangen. Das Geschoss sei vom Iran in Richtung ​Türkei abgeschossen worden, teilt das türkische Verteidigungsministerium mit. Die Türkei habe den Iran um eine Stellungnahme ersucht.

10:41 Uhr – Vier Tote bei Absturz von US-Militärflugzeug im Irak

Nach einem Absturz eines US-Tankflugzeugs im Irak sind nach Angaben des Militärs vier der sechs Besatzungsmitglieder ums Leben gekommen. Das Flugzeug vom Typ KC-135 war Teil der Militäroperation gegen den Iran, doch der Absturz sei weder durch feindlichen Beschuss noch durch Eigenbeschuss verursacht worden, erklärte das Militär in einer Mitteilung. Laut Centcom waren zwei Flugzeuge beteiligt. Eines sei sicher gelandet, das andere sei im Westen des Irak abgestürzt.

10:21 Uhr – Libanon meldet viele Tote bei israelischen Angriffen

Bei israelischen Angriffen auf Ziele im Libanon hat es libanesischen Angaben zufolge seit der Nacht mehr als 20 Tote gegeben. Allein in der Gegend der Küstenstadt Sidon seien neun Menschen ums Leben gekommen, darunter fünf Kinder, teilte das libanesische Gesundheitsministerium mit. Bei weiteren Bombardements im Süden und Osten des Landes wurden demnach weitere 14 Menschen getötet. In Beirut sei eine Person bei einem Angriff auf ein Auto ums Leben gekommen.

10:20 Uhr – Zwei Drohnen in der Nähe von Ölfeld im Irak abgestürzt

In der Nähe eines bedeutenden Ölfelds im Südirak sind zwei Drohnen abgestürzt. „Zwei Drohnen haben Telefonmasten in der Nähe des Madschnun-Ölfeldes getroffen“, sagte ein Vertreter des irakischen Ölministeriums der Nachrichtenagentur AFP. Bei dem Vorfall in der Nacht zum Freitag habe es weder Opfer noch Schäden gegeben. Der Betrieb des Ölfelds in der Provinz Basra sei bereits vorher ausgesetzt worden. Ein Sprecher des Ölministeriums sagte, es sei das erste Mal, dass das Ölfeld ins Visier genommen worden sei.

10:15 Uhr – Heftige Explosionen in iranischer Hauptstadt nach israelischen Angriffen

Bei den neuen israelischen Luftangriffen auf die iranische Hauptstadt Teheran werde die Infrastruktur „des iranischen Terrorregimes in Teheran“ ins Visier genommen, teilte die israelische Armee mit. In einer im Onlinedienst X veröffentlichten Erklärung rief die Armee zur „sofortigen“ Evakuierung zweier Wohnviertel im Zentrum von Teheran auf.

Nach Angaben von Journalisten der Nachrichtenagentur AFP war Teheran am Morgen von mehreren schnell aufeinanderfolgenden Explosionen erschüttert worden. Die ungewöhnlich heftigen Detonationen ereigneten sich gegen 10.00 Uhr Ortszeit (07.30 Uhr MEZ), wie zwei AFP-Journalisten berichteten. Über dem Osten und dem Norden der Stadt stiegen schwarze Rauchwolken auf.

Das iranische Staatsfernsehen meldete eine schwere Explosion auf einem Platz voller Demonstranten. Die Detonation habe sich auf dem Ferdowsi-Platz in der Nähe der Universität Teheran ereignet, einem Schwerpunkt der israelfeindlichen Demonstrationen des Al-Kuds-Tages. Videoaufnahmen, die die halbstaatliche Nachrichtenagentur Tasnim veröffentlichte, zeigten aufsteigenden Rauch, während Protestierende „Tod für Israel!“ und „Tod für Amerika!“ schrien. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen

10:07 Uhr – 60 Verletzte bei iranischem Angriff nahe Nazareth

Bei einem iranischen Raketenangriff auf den Norden Israels sind in der Nacht zu Freitag fast 60 Menschen verletzt worden, davon einer schwer. Der Anschlag soll die arabische Gemeinde Zarzir etwa 20 Kilometer nordwestlich von Nazareth getroffen und massive Splitterwirkung verursacht haben, melden israelische Medien unter Berufung auf Hilfsorganisationen.

08:48 Uhr – Tote und Verletzte durch Drohne im Oman

Im Oman sind einem Bericht zufolge zwei Menschen durch eine herabstürzende Drohne ums Leben gekommen, mehrere weitere wurden demnach verletzt. Eine zweite Drohne sei in offenes Gelände gestürzt, meldete die staatliche omanische Nachrichtenagentur unter Berufung auf Sicherheitskreise. Zur Herkunft der Drohnen ist nichts bekannt.

08:16 Uhr – Israel startet großangelegte Angriffe auf Teheran – Iran mobilisiert zu Al‑Quds‑Protesten

Das israelische Militär ​hat den Beginn einer großangelegten Angriffswelle auf Teheran bekanntgegeben. Iranische Staatsmedien berichteten von mehreren Explosionen und Kampfjets über der Stadt Karadsch westlich der ⁠Hauptstadt.

Trotz anhaltender Luftangriffe sind in Teheran erneut Tausende Regierungsanhänger zu israelfeindlichen Demonstrationen auf die Straßen gegangen. Die Kundgebungen finden anlässlich des sogenannten Al‑Quds‑Tages statt, den der frühere Revolutionsführer Ajatollah Ruhollah Chomeini 1979 eingeführt hat. Die staatlich organisierten Proteste richten sich gegen Israel und fordern die „Befreiung Jerusalems“.

06:53 Uhr – Trump droht: „Beobachten Sie, was heute mit diesen gestörten Drecksäcken passiert“

Der Iran startet mehrere Angriffe auf arabische Golfstaaten. Dutzende Drohnen greifen Saudi-Arabien an. US-Präsident Trump droht mit massiver Vergeltung.

„Beobachten Sie, was heute mit diesen gestörten Dreckskerlen passiert“, schreibt Trump in einem Beitrag auf Truth Social. „Die iranische Marine ist verschwunden, ihre Luftwaffe existiert nicht mehr, Raketen, Drohnen und alles andere werden vernichtet, und ihre Führer wurden von der Erde getilgt.“

„Sie töten seit 47 Jahren unschuldige Menschen auf der ganzen Welt, und jetzt töte ich sie als 47. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika“, schrieb Trump. „Was für eine große Ehre es ist, das zu tun!“

06:36 Uhr – USA lockern Sanktionen gegen russisches Öl

Das US-Finanzministerium will die Sanktionen gegen russisches Öl weiter lockern. Das Ministerium kündigt an, entsprechende Schritte zu unternehmen. Geplant sei die Erteilung einer Lizenz, die die Lieferung und den Verkauf bestimmter sanktionierter russischer Rohöl- und Erdölprodukte für den kommenden Monat erlaubt. In einer auf der Plattform X veröffentlichten Erklärung sagte Finanzminister Scott Bessent, die Maßnahme sei „eng begrenzt“ und „kurzfristig“ und werde der russischen Regierung keinen nennenswerten finanziellen Vorteil ⁠verschaffen.

Die Ausnahmegenehmigung der USA für den ⁠Kauf von sanktioniertem russischen Öl betrifft nach Angaben aus Moskau 100 Millionen Barrel. Angesichts der wachsenden Energiekrise scheine eine weitere Lockerung der Restriktionen unvermeidlich, schreibt der russische Gesandte Kirill Dmitrijew auf dem Kurznachrichtendienst Telegram.

05:35 Uhr – Fast 60 Menschen in Israel verletzt

Bei einem Raketenangriff auf Israel sind nach Angaben des israelischen Rettungsdienstes Magen David Adom mindestens 58 Menschen verletzt worden. Der Angriff erfolgte den Angaben zufolge auf Zarzir – eine Stadt rund 100 Kilometer nördlich von Jerusalem, nahe der Grenze zum Libanon.

05:09 Uhr – Dubai: Herabfallende Trümmer lösen Brand aus

Herabfallende Trümmer abgefangener Geschosse haben in Dubai einen Brand ausgelöst. Dichter schwarzer Rauch stieg am frühen Morgen über der Skyline der Stadt auf, nachdem die örtlichen Behörden von einem Brand in einem Industriegebiet der Metropole berichtet hatten.

03:52 Uhr – Staatsmedien melden Explosionen in Teheran

In Irans Hauptstadt Teheran haben sich iranischen Staatsmedien zufolge mehrere Explosionen ereignet. Bewohner der betroffenen Teile von Teheran hätten berichtet, dass ihre Häuser gebebt hätten, berichtete die iranische staatliche Nachrichtenagentur Fars.

03:21 Uhr – Bericht: USA haben Munition für „Jahre“ verbraucht

Die USA haben einem Bericht der „Financial Times“ zufolge seit Beginn des Krieges mit dem Iran Munitionsvorräte für „Jahre“ verbraucht. Zu den schnell zur Neige ⁠gehenden ​Waffen zählten auch ‌moderne Langstreckenraketen vom Typ Tomahawk, berichtet die Zeitung.

dpa/AFP/AP/Reuters/sebe

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