Iran-Krieg: +++ Gesetzentwurf zu Kartellrecht – Ölkonzerne sollen Preiserhöhung vorab begründen +++ Liveticker | ABC-Z

Seit Ende Februar greifen Israel und die USA den Iran an. Nuklearanlagen und Militäreinrichtungen wurden zerstört, Führungsfiguren des Regimes in Teheran ausgeschaltet. An der Staatsspitze folgt Modschtaba Chamenei auf seinen getöteten Vater Ajatollah Ali Chamenei. Die iranischen Streitkräfte und Revolutionsgarden nehmen Israel und die Golfstaaten unter Beschuss und blockieren die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft.
Alle Ereignisse rund um den Angriff auf den Iran im Liveticker:
16:11 Uhr – Gesetzentwurf zu Kartellrecht: Ölkonzerne sollen Preiserhöhung vorab begründen
Die Bundesregierung will im Kartellrecht die Beweispflicht bei der Erhöhung der Benzinpreise umkehren. Künftig sollen die Mineralölkonzerne laut einem am Sonntag vorgelegten Gesetzentwurf vorab sachlich begründen, warum sie ihre Preise an den Tankstellen erhöhen wollen, teilte ein Regierungssprecher mit. Zudem sollen Tankstellen den Preis nur einmal am Tag – um 12.00 Uhr – erhöhen dürfen. „Preissenkungen sind jederzeit zulässig“, betonte der Sprecher.
Der Gesetzentwurf ging am Sonntag in die Ressortabstimmung, die bis 20.00 Uhr läuft, ist parallel aber auch dem Bundestag zugeleitet worden. Er soll nach Möglichkeit innerhalb einer Woche beschlossen werden, hieß es in Regierungskreisen. Die Änderung des Kartellrechts ist im Bundesrat nicht zustimmungspflichtig.
15:53 Uhr – Aktivisten: Mehr als 3000 Kriegstote im Iran
Bei den israelisch-amerikanischen Angriffen im Iran sind nach Angaben von Aktivisten mehr als 3000 Menschen ums Leben gekommen. Unter den Toten seien mindestens 1319 Zivilisten, darunter 206 Kinder, teilte das in den USA ansässige Menschenrechtsnetzwerk HRANA mit. Demnach wurden 1122 Militärangehörige getötet. Weitere 599 Tote konnten weder dem Militär noch der Zivilbevölkerung eindeutig zugeordnet werden.
15:32 Uhr – Tanker laden Öl auf iranischer Insel Charg trotz US-Angriffen
Auf der iranischen Insel Charg wird auch nach den jüngsten US-Angriffen weiterhin Öl verladen. Am Sonntag wurde ein Tanker gesichtet, der dort Öl aufnahm. Zwei Tage zuvor hatten die USA militärische Anlagen auf der Insel angegriffen. Die Schiffsverfolgungsplattform Tankertrackers teilte mit, dass sieben weitere Tanker im Ankergebiet gesichtet worden seien. Fünf hatten bereits Heizöl geladen, während zwei laut Satellitenbildern auf die Beladung warteten. Es war unklar, wem die Tanker gehören.
Der amerikanische UN-Botschafter Mike Waltz sagte unterdessen, US-Präsident Donald Trump erwäge derzeit Optionen für einen Angriff auf die iranische Öl-Drehscheibe.
15:02 Uhr – Experte: Spritpreise bleiben wegen Iran-Krieg hoch
Die Spritpreise an den Tankstellen in Deutschland werden nach Einschätzung des Geopolitik-Experten Klemens Fischer noch längere Zeit auf hohem Niveau bleiben. „Dadurch, dass die Straße von Hormus weiterhin gesperrt bleiben wird, ist nicht davon auszugehen, dass die Spritpreise an den deutschen Zapfsäulen sinken werden. Im Gegenteil, nun muss man mit einem weiteren hohen Niveau der Spritpreise rechnen“, sagte Fischer.
Der Iran hätte sich auf eine langfristige Sperre der für die Straße von Hormus vorbereitet. So setze Teheran neben dem Einsatz von Minen auch auf Raketen- und Drohnenangriffe sowie auf schnelle Sturmboote. Dadurch sei der Iran weiterhin in der Lage, die Meerenge militärisch zu kontrollieren. „Man muss damit rechnen, dass diese Straße noch für längere Zeit blockiert sein wird“, sagte Fischer.
Vor einem Treffen mit der Mineralölbranche haben Vertreter von Union und SPD mit staatlichen Eingriffen gedroht, sollten die Spritpreise nicht bald sinken. „Wenn der Wettbewerb nicht mehr fair funktioniert, darf der Staat nicht zuschauen – er muss eingreifen“, sagte Unionsfraktionsvize Sepp Müller (CDU). Aus der CDU kamen Forderungen nach einer Senkung der Energiesteuer oder einer Aussetzung der CO2-Abgabe. Die SPD plädierte für eine Spritpreisbremse.
14:56 Uhr – Israel stellt sich auf weitere drei Wochen Iran-Krieg ein
Die israelische Armee plant ihren Krieg gegen den Iran nach Angaben eines Sprechers noch mindestens drei Wochen fortzusetzen. Es verblieben noch „Tausende Ziele“ im Iran, sagte der Militärsprecher Effie Defrin, wie die Armee bestätigte. „Und wir haben sogar weitergehende Pläne für weitere drei Wochen darüber hinaus.“
14:24 Uhr – Hisbollah liefert sich „direkte“ Kämpfe mit israelischer Armee
Die vom Iran unterstützte Hisbollah liefert sich nach eigenen Angaben im Südlibanon „direkte“ Kämpfe mit der israelischen Armee. Die Kämpfe in der südlibanesischen Stadt Chiam hätten am Samstagabend begonnen, teilte die Miliz mit. Es seien „leichte und mittelschwere Waffen sowie Raketengeschosse“ zum Einsatz gekommen. Zudem griff die Miliz nach eigenen Angaben israelische Soldaten in drei Grenzdörfern an. Bei israelischen Luftangriffen gab es erneut mehrere Tote. Der Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah war nach Beginn des Iran-Kriegs wieder eskaliert.
14:08 Uhr – Großbritannien prüft Hilfe bei Straße von Hormus
Großbritannien prüft nach Angaben von Energieminister Ed Miliband einen Beitrag zur Sicherung der Straße von Hormus. Auf die Frage, ob Großbritannien erwäge, Minensuchboote oder Seedrohnen in die strategisch wichtige Wasserstraße zu entsenden, um den Schiffsverkehr zu sichern, sagte Miliband dem Sender Sky News, die britische Regierung stehe in Kontakt mit ihren Verbündeten.
„Wir prüfen gemeinsam mit unseren Verbündeten intensiv, was getan werden kann, denn es ist so wichtig, dass wir die Meerenge wieder öffnen“, erklärte der Minister. Der BBC sagte er am Sonntag, alle Optionen, die dazu beitragen könnten, die Meerenge wieder zu öffnen, würden geprüft. „Wir wollen keinen atomar bewaffneten Iran, aber die Beendigung dieses Konflikts ist der beste und sicherste Weg, um die Meerenge wieder zu öffnen.“
12:35 Uhr – Israelischer Außenminister dementiert Knappheit von Abwehrraketen
Der israelische Außenminister Gideon Saar hat einen Medienbericht dementiert, demzufolge Israel die USA über eine befürchtete Knappheit an Abwehrraketen im Iran-Krieg informiert haben soll. Bei einem Solidaritätsbesuch in der arabischen Ortschaft Sarsir im Norden Israels verneinte Saar eine entsprechende Frage eines Journalisten. Bei einem iranischen Raketenangriff waren in dem Ort in der Nacht zum Freitag 58 Menschen verletzt worden.
12:30 Uhr – Iran fordert Frankreich auf, nicht zu „eskalieren“
Der Iran fordert Frankreich auf, jede Handlung zu unterlassen, die den Konflikt im Nahen Osten eskalieren könnte. Länder müssten von jeder Aktion absehen, die den Konflikt eskalieren könnte, teilt Außenminister Abbas Araghtschi auf seinem Telegram-Kanal nach einem Gespräch mit seinem französischen Kollegen Jean-Noel Barrot mit. US-Präsident Trump hatte zuvor mehrere Staaten, darunter Frankreich, aufgerufen, Schiffe zur Sicherung der Schifffahrt durch die Straße von Hormus zu entsenden.
11:55 Uhr – Zehn Millionen Dollar für Informationen über Anführer
Das Programm „Rewards for Justice“ des US-Außenministeriums bietet bis zu zehn Millionen Dollar für Informationen über wichtige Anführer der iranischen Revolutionsgarde (IRGC) Die führenden Köpfe befehligen und leiten verschiedene Einheiten der IRGC, die weltweit Terroranschläge planen, organisieren und ausführen. Sie sind ein Teil des iranischen Militärs.
11:30 Uhr – Einschläge in Tel Aviv
Bei einem weiteren iranischen Raketenangriff auf den Großraum Tel Aviv ist es nach israelischen Medienberichten zu mehreren Einschlägen gekommen. Videoaufnahmen zeigten, wie ein Fahrzeug in Flammen aufging. An anderen Orten waren Einschlagskrater zu sehen. Der TV-Sender N12 berichtete, der Iran habe dem Verdacht nach erneut Streumunition eingesetzt.
Nach Angaben des Rettungsdienstes Magen David Adom wurden mindestens zwei Menschen verletzt. Ein zuvor aus dem Iran auf die Küstenstadt Eilat im Süden des Landes abgefeuerte Rakete sei von der Raketenabwehr abgefangen worden, hieß es in den Berichten.
10:09 Uhr – Irak besorgt über Angriff nahe Gefängnis mit IS-Insassen
Die irakische Regierung hat sich besorgt über Drohnenangriffe am Flughafen von Bagdad und in der Nähe eines benachbarten Gefängnisses mit inhaftierten IS-Kämpfern geäußert. Einschläge nahe dem Gefängnis Al-Karch weckten „Befürchtungen um die Sicherheit des Gefängnisses, in dem terroristische Hochrisiko-Häftlinge einsitzen“, erklärte ein Sprecher des Justizministeriums am Sonntag.
10:02 Uhr – Iran bestreitet Angriffe auf zivile Gebäude
Der Iran bestreitet, zivile Ziele oder Wohngebäude im Nahen Osten angegriffen zu haben. Die Führung in Teheran sei bereit, mit ihren Nachbarn einen Ausschuss zu bilden, um die Verantwortung für solche Angriffe zu untersuchen, sagte Außenminister Abbas Araghtschi in einem Interview der arabischen Zeitung „Al-Araby al-Jadeed“, das auf dem Telegram-Kanal des Ministers veröffentlicht wird. Die arabischen Golfstaaten haben den Iran aufgefordert, die Angriffe auf ihre Gebiete einzustellen. Dort waren nicht nur US-Militärstützpunkte getroffen, sondern auch Energieanlagen und Wohngebiete beschädigt worden.
10:01 Uhr – Veeinigte Arabische Emirate erneut unter Beschuss
Die Vereinigten Arabischen Emirate sind erneut unter iranischen Beschuss geraten. Die Luftabwehr sei dabei, Raketenangriffe und aus dem Iran kommende Drohnen abzufangen, teilte das Verteidigungsministerium am frühen Morgen auf der Plattform X mit. Zuvor war es bereits zu weiteren Angriffen auch auf andere Golfstaaten gekommen. Am stärksten sind die Emirate unter Beschuss. Der Berater des Präsidenten, Anwar Gargasch, erklärte in der Nacht, sein Land habe zwar das Recht, sich gegen die „terroristische Aggression“ zu verteidigen.
9:55 Uhr – Revolutionsgarden drohen Netanjahu mit dem Tod
Die iranischen Revolutionsgarden haben dem israelischen Präsidenten Benjamin Netanjahu mit dem Tode gedroht. Sollte Netanjahu noch leben, werde man ihn verfolgen und töten, berichteten die Nachrichtenagenturen Fars und Irna unter Berufung auf eine Erklärung der Elitestreitkräfte.
09:39 Uhr – Israelische Armee startet „großangelegte Angriffswelle“ in West-Iran
Die israelische Armee hat am Morgen nach eigenen Angaben neue Luftangriffe auf den Iran gestartet. Bei der „großangelegten Angriffswelle“ werde „Infrastruktur des iranischen Terrorregimes“ im Westen des Landes ins Visier genommen, teilte die Armee mit.
Am Morgen und in der Nacht war es zu mehreren Raketenangriffen aus dem Iran in Israel gekommen. Seit Beginn des Krieges vor mehr als zwei Wochen hatte die israelische Armee nach Militärangaben mehrfach Raketenabschussrampen im Westen des Irans zerstört.
8:02 Uhr – Fudschaira nimmt Ölverladung wieder auf
Nach dem Drohnenangriff und demBrand am Samstag ist die Ölverladung im Emirat Fudschaira in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) Branchenkreisen zufolge wieder aufgenommen worden. Fudschaira liegt außerhalb der Straße von Hormus und ist ein wichtiger Betankungshafen sowie ein Rohölexportterminal. Über das Emirat wird täglich etwa eine Million Barrel Murban-Rohöl aus den VAE exportiert. Dies entspricht etwa einem Prozent der weltweiten Nachfrage. Der staatliche Ölkonzern ADNOC aus Abu Dhabi, der in dem Emirat tätig ist, war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Zuvor hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg über die Wiederaufnahme der Ölverladung in dem Emirat berichtet.
07:07 Uhr – Bericht: 20 Festnahmen im Iran wegen Kooperation mit Israel
Im Nordwesten des Irans sind zwanzig Menschen unter dem Vorwurf der Zusammenarbeit mit Israel festgenommen worden. Das meldet die Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft der Provinz West-Aserbaidschan. Den Festgenommenen werde vorgeworfen, Daten über die Standorte militärischer und sicherheitsrelevanter Einrichtungen des Irans an Israel übermittelt zu haben. Israel hat eine neue Phase seiner Angriffe auf den Iran eingeleitet und zielt dabei auf Sicherheitskontrollpunkte. Es stütze sich dabei auf Hinweise von Informanten vor Ort, hatte eine mit der israelischen Militärstrategie vertraute Person in der vergangenen Woche Reuters gesagt.
05:45 Uhr – Sorge vor digitalen Attacken gegen USA wächst
Der Iran-Krieg wird auch im Internet geführt. Proiranische Hacker greifen Ziele im Nahen Osten und weiten ihre Aktivitäten zunehmend auf die USA aus. Damit wächst das Risiko, dass amerikanische Rüstungsfirmen, Strom- und Wasserwerke in ein digitales Chaos hineingezogen werden. Dieses könnte noch weiter zunehmen, sollten sich weitere Verbündete Teherans einschalten.
Vor wenigen Tagen hatte sich die Hackergruppe Handala zu einem Cyberangriff auf den US-Medizintechnikkonzern Stryker bekannt. Seit Kriegsbeginn versuchte die Gruppe auch, auf Kameras in Nahoststaaten zuzugreifen, um die Treffsicherheit iranischer Raketen zu erhöhen. Sie attackierte Datenzentren in der Region sowie Industrieanlagen in Israel, eine Schule in Saudi-Arabien und einen Flughafen in Kuwait.
05:30 Uhr – Verteidigungsministerium in Saudi-Arabien meldet zehn abgefangene Drohnen
Saudi-Arabien hat dem Verteidigungsministerium zufolge zehn Drohnen über der Hauptstadt Riad und den östlichen Regionen des Landes abgefangen.
05:00 Uhr – US-Medienaufsicht droht Sendern mit Lizenzentzug
Nach der Kritik der US-Regierung von Präsident Trump an einigen US-Medien wegen ihrer Berichterstattung über den Iran-Krieg hat die US-Medienaufsichtsbehörde FCC Konsequenzen angedroht. Sender müssten laut Gesetz „im öffentlichen Interesse“ handeln, erklärte FCC-Chef Brendan Carr im Onlinedienst X. Sie verlieren demnach ihre Lizenzen, „wenn sie dies nicht tun“.
Sender, die „auch als Fake News bekannte Falschmeldungen und Nachrichtenverzerrungen“ verbreiteten, hätten nun „die Chance, ihren Kurs zu korrigieren, bevor ihre Lizenzverlängerungen anstehen“, warnte Carr. Konkrete Medien nannte er nicht.
03:55 Uhr – Bei Tankflugzeug-Absturz getötete US-Soldaten identifiziert
Das US-Verteidigungsministerium hat nach eigenen Angaben sechs bei einem Flugzeugabsturz im Irak getötete US-Soldaten identifiziert. Ein feindlicher oder versehentlicher Beschuss sei nicht die Ursache gewesen, hieß es. Die Islamische Widerstandsbewegung im Irak, eine vom Iran unterstützte Miliz, hatte dagegen erklärt, sie habe das Flugzeug abgeschossen.
Zunächst hatte das US-Militär den Tod von vier der sechs Besatzungsmitglieder bestätigt und nach den beiden anderen suchen lassen. Die Soldaten waren an Bord eines Tankflugzeugs vom Typ KC-135, das zur Unterstützung von US-Angriffen auf den Iran im Einsatz war. An dem Absturz war dem Militär zufolge ein weiteres Flugzeug beteiligt. Die Untersuchung des Vorfalls dauert an.
02:53 Uhr – Trump verteidigt Lockerung von Öl-Sanktionen gegen Russland
US-Präsident Donald Trump hat die Lockerung von Sanktionen seiner Regierung gegen Russland gerechtfertigt. „Ich will Öl für die Welt haben“, sagte Trump dem Sender NBC News auf die Frage zu seiner Entscheidung, angesichts der steigenden Energiepreise Kaufbeschränkungen zu lockern.
Zur Unterstützung der Ukraine in ihrem seit mehr als vier Jahren andauernden Abwehrkampf gegen Russlands Invasion waren beispiellose Sanktionen gegen Moskau verhängt worden. Doch vor wenigen Tagen teilte US-Finanzminister Scott Bessent mit, dass russisches Öl, das sich bereits auf Schiffen befinde, vorerst doch wieder straflos verkauft werden dürfe. Ziel sei, das Angebot auf dem Weltmarkt zu verbessern, nachdem die Ölpreise infolge des Iran-Kriegs drastisch gestiegen waren. Die befristete Ausnahme von US-Sanktionen soll bis 11. April gelten.
02:46 Uhr – Formel-1-Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien abgesagt
Nach der militärischen Eskalation im Nahen Osten hat die Formel 1 die beiden Grand Prix in Bahrain und Saudi-Arabien abgesagt. Wie der Motorsport-Weltverband Fia mitteilte, werden die für den 12. und 19. April angesetzten Rennen aus dem Kalender ersatzlos gestrichen. Am Freitag hatte bereits der TV-Sender Sky berichtet, dass die beiden Rennen ausfallen.
01:58 Uhr – Trump: Nicht bereit für ein Abkommen mit dem Iran
Donald Trump ist nach eigenen Worten derzeit nicht bereit für ein Abkommen zur Beendigung des Krieges mit dem Iran. „Der Iran will ein Abkommen schließen, und ich will es nicht schließen, weil die Bedingungen noch nicht gut genug sind“, zitierte ihn der Sender NBC News. Auf die Frage des Senders, wie die Bedingungen für ein Abkommen zur Beendigung des Krieges aussehen müssten, habe Trump am Telefon erwidert: „Das möchte ich Ihnen nicht sagen.“
Er bestätigte aber, dass eine Verpflichtung des Irans, jegliche nukleare Ambitionen aufzugeben, Teil davon sein würde. Öffentlich haben sich ranghohe iranische Vertreter nicht dazu geäußert, bereit für ein Abkommen für ein Ende des Krieges zu sein.
01:30 Uhr – Libanon: Fünf Tote bei israelischen Angriffen
Bei israelischen Angriffen auf Ziele im Südlibanon sind nach Behördenangaben mindestens fünf Menschen getötet worden. Einer der Angriffe habe den Bezirk Nabatije getroffen und vier Menschen das Leben gekostet, darunter ein Kind, teilte das Gesundheitsministerium mit. Demnach gab es dort fünf Verletzte. Bei einem weiteren Angriff auf den Bezirk Mardsch Uyun sei ein Mensch getötet und ein weiterer verletzt worden.
01:08 Uhr – Trump droht mit weiteren Angriffen auf iranische Insel Kharg
Donald Trump hat mit weiteren Angriffen auf die iranische Insel Kharg gedroht. Die USA könnten die Insel „nur zum Spaß noch ein paar Mal treffen“, sagte der US-Präsident in einem Interview mit dem Sender NBC News. Die bisherigen US-Angriffe hätten den größten Teil der Insel „total zerstört“.
01:00 Uhr – Schweiz untersagt zwei US-Militärflugzeugen Überflug
Die Schweiz hat den USA untersagt, mit zwei Militärflugzeugen über das Land zu fliegen. Das teilte die Schweizer Regierung mit. Das Neutralitätsrecht verbiete Überflüge der Konfliktparteien im Zusammenhang mit dem Krieg, hieß es zur Begründung der Ablehnung des US-Überfluggesuchs für zwei Aufklärungsflugzeuge. Zulässig seien Überflüge zu humanitären und medizinischen Zwecken wie Transporte von Verwundeten. Auch Überflüge, die in keinem Zusammenhang mit dem Konflikt stehen, würden genehmigt.
00:55 Uhr – Berichte: Mindestens 15 Tote bei Angriff auf Isfahan
Bei einem Angriff auf die Stadt Isfahan im Zentraliran sind nach örtlichen Medienberichten mindestens 15 Menschen getötet worden. Die Attacke habe einem Industriegebiet gegolten, meldeten die halbamtliche Nachrichtenagentur Fars und der Sender SNN. Das israelische Militär erklärte, es habe die Gegend nicht ins Visier genommen. Die US-Streitkräfte wollten sich zunächst nicht äußern.
00:50 Uhr – Großbritannien prüft offenbar Entsendung Tausender Drohnen
Großbritannien prüft einem Bericht der Zeitung „The Telegraph“ zufolge die Entsendung Tausender Abfangdrohnen in den Nahen Osten. Demnach untersuchen Militärvertreter, ob das Abfangdrohnensystem „Octopus“ zur Verteidigung gegen iranische „Shahed“-Drohnen eingesetzt werden kann. Das System wird in Großbritannien für den Einsatz der Ukraine gegen Russland hergestellt. Die Nachrichtenagentur Reuters konnte den Bericht zunächst nicht überprüfen.
00:31 Uhr – Türkischer Außenminister: Iran wohl offen für inoffizielle Gespräche
Der türkische Außenminister Hakan Fidan sieht derzeit keine ernsthafte Initiative für eine Wiederaufnahme von Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran. Er glaube aber, dass Teheran offen für Gespräche über inoffizielle Kanäle sei, sagte Fidan in Ankara. Aktuell seien „die Bedingungen nicht sehr günstig“ für Diplomatie. Die Iraner „fühlen sich verraten“, da sie schon zum zweiten Mal während laufender Verhandlungen mit den USA über ihr Atomprogramm angegriffen worden seien, erklärte Fidan. Gleichwohl fügte er hinzu: „Ich denke, sie sind für jede vernünftige Diplomatie hinter den Kulissen offen.“
00:20 Uhr – Irak: Drohnenangriff legt Raffinerie in Erbil lahm
Nach einem Drohnenangriff auf die Raffinerie Lanaz in der nordirakischen Stadt Erbil bleibt der Betrieb ausgesetzt. Ein durch den Angriff ausgelöster Brand sei inzwischen unter Kontrolle, teilten Vertreter des Ministeriums für Bodenschätze der kurdischen Regionalregierung mit. Der Betrieb bleibe ausgesetzt, bis das Ausmaß des Schadens begutachtet sei, hieß es weiter.
Samstag, 14. März
23:17 Uhr – Trump: „Viele Länder“ werden Straße von Hormus mit absichern
US-Präsident Trump hat militärische Hilfe „vieler Länder“ für die sichere Fahrt von Handelsschiffen durch die Straße von Hormus in Aussicht gestellt. „Viele Länder – insbesondere diejenigen, die von Irans versuchter Blockade der Straße von Hormus betroffen sind – werden gemeinsam mit den Vereinigten Staaten Kriegsschiffe entsenden, um sie offen und sicher zu halten“, schrieb der Republikaner auf der Plattform Truth Social. Er ergänzte, dass „hoffentlich“ China, Frankreich, Japan, Südkorea, Großbritannien und andere Länder, die von der Einschränkung betroffen sind, Schiffe entsenden werden.
Wie konkret das Ganze ist, blieb unklar. Trump versprach, die Straße von Hormus werde so oder so bald wieder „OFFEN, SICHER und FREI“ sein. Zuvor hatte er vor Journalisten gesagt, dass US-Kriegsschiffe in Kürze Tanker durch die Straße von Hormus begleiten sollten. Die Eskorte der US-Marine werde „bald“ beginnen. Der Verkehr durch die für den globalen Ölexport wichtige Meerenge ist im Iran-Krieg nahezu zum Erliegen gekommen. Das trieb die Preise in die Höhe.
23:14 Uhr – Brand druch herabfallende Trümmer im Emirat Fudschaira
Die Vereinigten Arabischen Emirate sind weiter unter Beschuss. Behörden im Emirat Fudschaira teilten mit, die Luftabwehr habe eine Drohne abgefangen. Durch herabfallende Trümmer sei ein Brand ausgebrochen. Am Abend hieß es vom Medienbüro Fudschaira, die Löscharbeiten dauerten an. Bei dem Vorfall sei auch ein jordanischer Staatsbürger leicht verletzt worden. Angaben dazu, was genau brannte, wurden nicht gemacht. Der Hafen von Fudschaira ist ein wichtiger Lager- und Umschlagort vor allem für Öl.
23:02 Uhr – Feuer nach Drohnenangriff auf Flughafen von Bagdad gemeldet
Auf den internationalen Flughafen von Bagdad ist nach Angaben aus Sicherheitskreisen ein Drohnenangriff verübt worden, durch den ein großes Feuer ausgelöst wurde. Die Drohnen hätten einen Militärstützpunkt auf dem Flughafen im Visier gehabt, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP. Sie seien aber abgefangen und kurz vor dem Flughafenkomplex zum Absturz gebracht worden. Die abstürzende Drohne habe ein heftiges Feuer ausgelöst, hieß es aus den Sicherheitskreisen.
21:11 Uhr – Erneut Drohnenangriffe auf den Flughafen von Kuwait
Der internationale Flughafen in Kuwait ist am Samstagabend erneut mit Drohnen angegriffen worden. Wie die Luftfahrtbehörde des Golfstaates mitteilte, wurde der Flughafen „von mehreren Drohnen ins Visier genommen, die sein Radarsystem trafen“. Es sei niemand verletzt worden.
Seit dem Beginn des Iran-Kriegs wurde Kuwait mehrfach zum Ziel von Raketen- und Drohnenangriffen. Neben dem Flughafen wurden auch Militärstützpunkte ins Visier genommen, auf dem US-Personal stationiert ist.
21:06 Uhr – Israel: Bodentruppen töten Dutzende Hisbollah-Milizionäre
Israelische Bodentruppen haben bei Kämpfen im Südlibanon einem Bericht der Zeitung „Times of Israel“ zufolge Dutzende Milizionäre der irantreuen Hisbollah getötet. Das Verteidigungsministerium in Tel Aviv bestätigte den Bericht auf Anfrage. Zudem seien Waffenlager, ein Kommandozentrum und Beobachtungsposten der Hisbollah zerstört worden.
Die Armee bestätigte zudem, dass das Nordkommando seine Vorbereitungen fortsetze, um in der kommenden Woche zusätzliche Truppen aufzunehmen. Es gehe unter anderem um die 98. Division mit zwei Kampfbrigaden und zusätzlichen Pionierbataillonen sowie um die Golani-Brigade.
Nach Darstellung des Nachrichtenportals „Axios“ will Israel das gesamte Gebiet südlich des Litani-Flusses einnehmen, um die militärische Infrastruktur der Hisbollah zu zerschlagen. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron forderte erneut ein Ende der gegenseitigen Angriffe zwischen Israel und der Hisbollah.
dpa/AFP/AP/Reuters/sebe/doli/jmr/krö/coh/säd





















