Iran hält sich laut Trump nicht an den Waffenruhe-Deal | ABC-Z

US-Präsident Trump wirft Iran vor, sich nicht an die Waffenruhe-Vereinbarung zu halten – denn bisher fuhren nur wenige Schiffe durch die Straße von Hormus. Und auch die Berichte über eine mögliche Maut dort verärgern ihn.
Die Öffnung der Straße von Hormus war eine Bedingung für das Waffenruhe-Abkommen – doch nur wenige Schiffe passierten seitdem die Meerenge. Nach Ansicht von US-Präsident Donald Trump hält sich Teheran deshalb nicht an die Vereinbarung. Iran leiste mit Blick auf Öltransporte durch die Meerenge “sehr schlechte Arbeit”, die man auch als “unredlich” bezeichnen könne, schrieb der Republikaner auf der Plattform Truth Social.
Er kritisierte weiter: “Das ist nicht die Vereinbarung, die wir getroffen haben!” Mit unmittelbaren Konsequenzen drohte er kurz vor den geplanten direkten Gesprächen in Islamabad allerdings nicht.
Der US-Sender CBS berichtete unter Berufung auf den Informationsdienst Marine Traffic, dass in den zwei Tagen seit Ankündigung der Waffenruhe lediglich ein Dutzend Schiffe die Meerenge passiert hätten. Dabei handelt es sich um einen Bruchteil des Schiffsverkehrs vor Beginn des Iran-Kriegs.
Trump warnt Iran vor Erheben von Maut
Auch ein mögliches Mautsystem Irans in der Straße von Hormus verärgert den US-Präsidenten. Rund eine Stunde zuvor hatte Trump bereits auf Truth Social gepostet, es gebe Berichte, wonach das Land Gebühren von Tankern für die Durchfahrt verlange. Er warnte: “Das sollten sie besser nicht tun, und wenn doch, sollten sie sofort damit aufhören!”
Einem Bericht der Zeitung Financial Times zufolge will Iran während der Waffenruhe Durchfahrtsgebühren in Kryptowährungen erheben. Das Weiße Haus hatte bereits erklärt, Trump lehne es ab, dass das iranische Militär, das die Wasserstraße weiterhin kontrolliert, Gebühren für durchfahrende Schiffe erhebt.
Die Straße von Hormus ist nicht die einzige Bedingung, über die Iran und die USA streiten. Auch die Frage, ob der Libanon in die Waffenruhe inbegriffen ist, löste Differenzen aus. Der Iran besteht darauf. US-Vizepräsident JD Vance sprach von einem Missverständnis auf iranischer Seite. Israel greift derweil weiter Stellungen der proiranischen Hisbollah-Miliz an, die wiederum Raketen zurückfeuerte. Inzwischen kündigte Israels Premier Benjamin Netanjahu direkte Gespräche mit Beirut an.





















