Menschenrechtler melden mehrere Tote bei Protesten im Iran | ABC-Z

Bei den Protesten im Iran gehen die Behörden brutal gegen Demonstranten vor. Auch schwere Waffen sollen im Einsatz gewesen sein. Bislang kamen laut Beobachtern mindestens 17 Menschen ums Leben.
Bei den Unruhen im Iran sind nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen mehrere Demonstranten getötet worden. Laut Iran Human Rights kamen mindestens 19 Menschen ums Leben. Hunderte weitere seien verletzt und festgenommen worden, teilte die Organisation mit Sitz in Oslo in einem Bericht mit. Zudem sollen die Behörden in einigen Gebieten schwere Waffen eingesetzt haben, um Proteste niederzuschlagen.
Die Menschenrechtsorganisation Hengaw, ebenfalls in Norwegen ansässig, meldete mindestens 17 Tote in den ersten sieben Tagen der Proteste. Demnach seien mehr als 500 Personen verhaftet worden.
Die iranische Regierung macht keine Angaben zu den Unruhen und Opfern. Daher stützen sich aktuelle Angaben vor allem auf Berichte in den sozialen Medien sowie von Menschenrechtsaktivisten im Ausland. Diese Berichte können nicht unabhängig verifiziert werden.
Hartes Vorgehen gegen Proteste
Laut Augenzeugen kam es im Zentrum der Hauptstadt Teheran zu dramatischen Szenen. Demonstrierende ignorierten die Aufforderung der Polizei, den Ort unverzüglich zu verlassen. Daraufhin gingen die Beamten mit Schlagstöcken gegen die Menge vor, darunter viele junge Frauen. Einige Teilnehmer der Proteste wurden in Minibusse gezerrt und abtransportiert, andere suchten in nahegelegenen Geschäften Schutz vor Polizei- und Sicherheitskräften.
Die Unruhen erschüttern den Iran seit vergangenem Sonntag. Zunächst protestierten die Menschen nur in Teheran gegen die Wirtschaftspolitik der Regierung, doch schon bald entwickelten sich daraus landesweite politische Unruhen.





















