Hohe Dieselpreise treffen Lkw besonders | ABC-Z

Dies geht aus einer aktuellen Analyse von Transport and Environment (T&E) hervor. Damit würden die Tankkosten für Diesel-Lkw 2,5-mal mehr steigen als die Ladekosten von E-Lkw, schreibt die Lobbyorganisation. Schwankungen auf den Ölmärkten wirken sich auf Fahrzeugflotten besonders stark aus, weil die Kraftstoffkosten einen hohen Anteil der Betriebskosten im Straßengüterverkehr ausmachen. Viele Unternehmen arbeiten zudem mit sehr niedrigen Margen.
Die Analyse von T&E geht davon aus, dass die durchschnittlichen Dieselpreise an den Tankstellen auf einem hohen Niveau von etwa zwei Euro pro Liter bleiben, wie es zuletzt während der Energiekrise 2022 der Fall war, als die Ölpreise bei etwa 100 Dollar pro Barrel lagen. Im Durchschnitt bedeutet das einen Anstieg der Dieselpreise in Deutschland um 33 Prozent gegenüber dem Durchschnittswert von 2025. Weiterhin geht die Analyse davon aus, dass der durchschnittliche Strompreis für gewerbliche Verbraucher in Deutschland mittelfristig um 17 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 steigen wird.
Laut T&E würden sich in Deutschland die monatlichen Energiekosten für E-Lkw voraussichtlich um 460 Euro erhöhen. Dies ergebe „eine Ersparnis von insgesamt 1760 Euro“ im Vergleich zum Diesel-Lkw. „E-Lkw sind krisenfester und günstiger im Betrieb. Trotzdem versuchen europäische Hersteller ihren Hochlauf zu verzögern, indem sie die Flottengrenzwerte für Nutzfahrzeuge aufweichen wollen. Das würde nur die Massenproduktion und damit niedrigere Einkaufspreise für E-Lkw ausbremsen“, sagte Johanna Braun, Managerin E-Mobilität Lkw bei T&E Deutschland, laut Mitteilung.
Die Flottengrenzwerte für Nutzfahrzeuge könnten Europas Abhängigkeit von Ölimporten bis 2035 um 22 Prozent verringern, behauptet T&E. Die jüngst abgeschwächten CO2-Flottengrenzwerte würden hingegen die Gefahr bergen, dass „sich die Elektrifizierung verzögert und Europa länger von importierten fossilen Brennstoffen abhängt“.





















