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Hebertshausen: Bundesverdienstkreuz für Flüchtlingshelfer Peter Barth – Dachau | ABC-Z

Er hilft Geflüchteten beim Einstieg in den Arbeitsmarkt, er begleitet sie zu Behörden oder Ärzten. Er vermittelt Sprachkurse, er stemmt sich dagegen, wenn gut integrierten Menschen plötzlich die Abschiebung droht. Peter Barth ist aus der Geflüchtetenhilfe im Landkreis Dachau nicht mehr wegzudenken. Der 78-Jährige leitet den Helferkreis Asyl in Hebertshausen. Seit 2013 setzt er sich unermüdlich für die Integration geflüchteter Menschen ein. Für sein außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement hat er jetzt das Bundesverdienstkreuz am Bande von Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf (CSU) erhalten.

Dank seines über die Jahre aufgebauten Netzwerkes könne er für verschiedenste Lebenslagen passende Kontakte vermitteln, um so Integrationshindernisse zu überwinden, heißt es in der Laudatio auf Peter Barth. Und weiter: „Sein langjähriges, vielfältiges und selbstloses Engagement, unabhängig von Sprache oder Herkunft der Hilfesuchenden, leistet einen bedeutenden Beitrag zur Integration und steht beispielhaft für Humanität und Menschlichkeit.“

Hebertshausens Bürgermeister Richard Reischl hat in den vergangenen Jahren eng mit Peter Barth zusammengearbeitet. Barth zeige, „mit welcher Haltung man mit dem Thema Asyl und Flüchtlingen umgehen kann und sollte“, schrieb Reischl auf Facebook. Die Gemeinde sei dem Leiter des Helferkreises zu „großem und dauerhaftem Dank“ verpflichtet. Auch Dachaus Landrat Stefan Löwl (CSU), der in den vergangenen Jahren in Asylfragen auch oft von Barth kritisiert wurde, gratulierte öffentlich zu dieser „verdienten Ehrung“.

Barth selbst sagt, er sei von der Ehrung überrascht gewesen. „Wer denkt schon an so etwas. Man macht das ja nicht, damit man einen Preis bekommt.“ Er mag es eigentlich nicht, im Mittelpunkt zu stehen, wie er sagt. Jetzt haben ihn schon mehrere Medienanfragen erreicht. Die Aufmerksamkeit wolle er nutzen, um für „unsere Willkommenskultur“ zu werben. Dass sein langjähriges Engagement jetzt gewürdigt wird, freut ihn freilich: „Ich bin auch ein bisschen eitel. Und ich finde das gut, was ich gemacht habe.“

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