Berlin

Häusliche Gewalt führt in der Region selten zu einer Anklage | ABC-Z

In weiteren 797 Fällen gab es einen Strafbefehl. Es erfolgte also eine Bestrafung, ohne dass es zu einer mündlichen Hauptverhandlung vor Gericht kam. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um Geldstrafen.

Dieser Weg wird von der Amtsanwaltschaft, die die meisten Verfahren zur häuslichen Gewalt bearbeitet, vor allem dann angestoßen, wenn es sich um Straftaten handelt, die vom Gesetz als eher geringfügig definiert sind. Oder wenn die Ereignisse aus Sicht der Ermittler eindeutig sind. Auf Antrag der Amtsanwaltschaft entscheidet dann ein Gericht, einen Strafbefehl zu erlassen. Nur, wenn der Beschuldigte dagegen innerhalb von zwei Wochen Einspruch einlegt, kommt es zu einer mündlichen Verhandlung.

Die allermeisten Verfahren wurden allerdings eingestellt. Etwa, weil es nicht ausreichend Anhaltspunkte oder Beweise gab, die ein erfolgreiches Strafverfahren wahrscheinlich machten. 2024 betraf dies in Berlin rund 76 Prozent aller Verfahrenseingänge.

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