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Handball: Wer hat die Meisterschale der Füchse Berlin gestohlen? – Sport | ABC-Z

Ein neuer spektakulärer Kunst- und Kulturraub erschüttert die Republik. Sechs Jahre nach dem Juwelendiebstahl von Dresden und drei Jahre nach dem Raub des Keltenschatzes in Manching bei Ingolstadt sind Unholde jetzt in der Hauptstadt tätig geworden: in der Geschäftsstelle der Füchse Berlin. Der finanzielle Schaden mag überschaubar sein, der emotionale ist jedoch hoch, denn dem deutschen Handballmeister wurde kein geringeres Schatzstück als die Meisterschale entwendet.

Nach vielen vergeblichen Versuchen hatte die Mannschaft um den Welthandballer Mathias Gidsel im Sommer 2025 erstmals die Trophäe überreicht bekommen. Jetzt ist sie schon wieder weg: gestohlen bei einem Einbruch.

In einem silbernen Koffer wurde die Trophäe, gefertigt aus 925er Sterling Silber und rund 2,9 Kilogramm schwer, in der vergangenen Woche von Dieben aus dem Gebäude getragen. Das würden die Aufnahmen einer Videokamera belegen. Es seien „auf jeden Fall Profis am Werk“ gewesen, sagte Geschäftsführer Bob Hanning ziemlich öffentlich bei Instagram.

Hanning vermutet einen „Insider-Job“

Die Ermittlungen laufen noch, Hanning hat aber trotzdem Details preisgegeben: So seien die Diebe „in allen Räumen“ unterwegs gewesen, nach Hannings Einschätzung mit einem Generalschlüssel sowie einem Transponder für die Aufzüge. Er vermutet deshalb einen „Insider-Job“. Neben der Meisterschale sei zudem eine nicht unerhebliche Geldsumme gestohlen worden.

Wie man das als Bob mit einem Namensvetter im Detektivtrio der Drei ??? eben so tut, hat Hanning auch persönlich bereits ermittelt. Das Ergebnis: Eine Beteiligung der Protagonisten des Rekordmeisters THW Kiel und des Champions-League-Siegers SC Magdeburg, die den Berlinern die Schale in dieser Saison rein sportlich wieder abnehmen möchten, könne er nach Stand der Dinge ausschließen, sagte Hanning verschmitzt. Auch ein hinterlistiger Coup von Ex-Mitarbeiter Stefan Kretzschmar, der im September als Sportvorstand bei den Füchsen gefeuert wurde, gilt branchenintern als hochgradig unwahrscheinlich.

Ob die Schale je wieder auftaucht? Immerhin hat die Handball-Bundesliga (HBL) bereits angekündigt, im Fall der Fälle Ersatz bereitzustellen. „Wenn die Schale nicht gefunden werden sollte, werden wir schon dafür Sorge tragen, dass es am Ende dieser Saison eine neue Meisterschale geben wird“, sagte HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann. Und zwar eine richtige: „Wir werden sie nicht aus Pappe ausschneiden.“

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