„Habe eine BahnCard 50 und vermeide, mit dem Zug zu gondeln“ | ABC-Z

Zum Artikel „Mehr Fahrgäste bei der Deutschen Bahn – doch die Verluste steigen“ vom 27. März
Was macht die Deutsche Bahn? Ich bin ein Steuerzahler und sehe, wie die DB mit dem Steuergeld umgeht. Es werden horrende Boni und Abfindungen auf unsere Kosten gezahlt. Das Geld wird zum Fenster rausgeworfen. Es fehlt an Personal, die Züge haben immense Verspätungen, wenn sie überhaupt fahren. Ich habe eine Bahncard 50 und vermeide jetzt, mit dem Zug zu fahren, da ich nur schlechte Erfahrungen gemacht habe. Schade um mein Geld. Die Rolltreppen funktionieren nicht in Berlin. Unser Besuch ist extra am Südkreuz ausgestiegen und war enttäuscht. Es helfen auch nicht die Entschädigungen bei den häufigen Verspätungen, und leider bleibt der Reisende unwissend, da der Verspätungsgrund meist nicht angesagt wird. Mit fremden Geld kann man ja so umgehen. Wenn man DB sagt, erntet man nur Gelächter. Eins hat Evelyn Palla erreicht: Es scheint sauberer zu sein.
Marina Emme, per Mail
Zum Artikel „Ehegattensplitting weg? Wie Klingbeil mehr Vollzeitstellen schaffen will“ vom 27. März
In Artikeln zum Thema Ehegattensplitting werden oft Parteien links der Mitte damit zitiert, dieses Besteuerungsverfahren biete der oder dem Geringerverdienenden einen zu geringen Anreiz, einer bezahlten Beschäftigung nachzugehen. Das bezieht sich insbesondere auf Ehepartner mit stark unterschiedlichen Einkommen, meist in den Steuerklassen III und V. Dabei wird aber die schon seit 2010 bestehende Möglichkeit der Anwendung des Faktorverfahrens außer Acht gelassen. Das Finanzamt ermittelt in diesem Fall den Vorteil aus dem Splittingverfahren und berechnet daraus einen Faktor. Nehmen wir als Beispiel, der Faktor sei 0,9. Für beide Partner wird die Steuerlast auf Basis der Steuerklassen IV/IV ermittelt und mit 0,9 multipliziert. Auf diese Weise profitieren beide von dem Vorteil des Splittingverfahrens in gleicher Weise, und die Steuerlast wird gerecht verteilt. Das Faktorverfahren wird von steuerpflichtigen Ehepaaren sehr selten gewählt. Entweder, weil es kaum bekannt ist. Oder weil das steuerliche Problem nicht so groß ist, wie von vielen Seiten behauptet. Denn im Rahmen des Lohnsteuerjahresausgleichs ist die gemeinsame Steuerlast in allen Verfahren gleich. Die Diskussion um das Anreizthema scheint mir in erster Linie ideologisch begründet.
Ulrich Diestel, per Mail
Zum Artikel „Berlin schränkt Informationsrechte ein“ vom 28. März
Immer wieder gibt es die Debatte um den Datenschutz, der bei uns ja sehr hoch angesiedelt ist. Warum sollte ein normaler Mensch Infos zur kritischen Infrastruktur erhalten, wenn er damit eigentlich nichts zu tun hat? Der Einsatz von Kameras in der Überwachung hat sich doch in vielen Fällen als sehr nützlich erwiesen, gerade bei der Aufklärung von Straftaten. Warum soll jedermann Einblick in Leitungswege erhalten, nur weil sie zugänglich sind? Es geht doch nicht darum, Lieschen Müller zu überwachen, sondern solche Anschläge an der Infrastruktur früh zu erkennen und die Täter schneller zu ermitteln. Lieber nehme ich einen „massiven Rückschritt“ in Kauf, wie es die Datenschutzbeauftragte nennt, als schwere Taten ungesühnt zu lassen.
Joachim Jeserig, per Mail
Zum Artikel „Zeitumstellung am Wochenende: Uhr vor- oder zurückdrehen?“ vom 28. März
Zweimal im Jahr gibt es in Deutschland ein eigenartiges Verhalten der Menschen. Einmal stellen sie die Zeit vor und dann wieder zurück. Warum macht das der Mensch eigentlich und wozu? Olaf Scholz, der Ex-Kanzler, hielt am 27.2.2022 seine Zeitenwende-Rede. Um was ist es da so ganz genau gegangen? Sollte diese Zeitumstellung nicht schon längst mal abgestellt werden? „Die Zeit mag Wunden heilen, aber sie ist eine miserable Kosmetikerin“, das sagte einst der amerikanische Schriftsteller Mark Twain (1835–1910). Damals gab es das Phänomen der Zeitumstellung noch gar nicht.
Klaus P. Jaworek, per Mail
Zeitumstellung, wieder mal, immer noch. Warum und wieso, wofür? Wann wird dieser Schwachsinn endlich abgeschafft? Andere Länder gehen mit gutem Beispiel voran. Stellen Sie mal eine Sonnenuhr um. Wann siegt in Deutschland endlich mal die Vernunft? Das fragt Ihr genervter Leser.
M. Conrad, per Mail
Zum Kommentar „Was Merz über sexuelle Gewalt sagt, schützt keine Frau“ vom 26. März
In die Aussagen von Friedrich Merz wird etwas hineininterpretiert, was er so nicht gesagt hat. Und wieder einmal darf man Dinge nicht beim Namen nennen. Tagtäglich erleben wir doch nicht nur in Berlin, dass es kulturell unterschiedliche Ansichten zum Thema Frauen und den Umgang mit ihnen, gibt. Friedrich Merz hat lediglich den Blickwinkel auf das Thema erweitert. Kritische Töne zum Thema Migranten müssen möglich sein, ohne gleich als ausländerfeindlich abgestempelt zu werden. Solange immer wieder die „Ausländerfeindlich“-Karte gezogen wird, ohne dass eine sachliche Diskussion möglich ist, stärkt das die AfD.
Michael Lüdemann, per E-Mail
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