“GNTM”: Supermodel Nadja Auermann trainiert Heidi Klums Models | ABC-Z

Für das erste Fotoshooting der Frauen sollen sich die Kandidatinnen bei “Germany’s next Topmodel” (mittwochs und donnerstags, 20:15 Uhr, ProSieben oder bei Joyn) in elf Engel und elf Dämonen verwandeln. Die Aufteilung muss die Gruppe unter sich selbst ausmachen, so die Anweisung von Heidi Klum (52).
Das klappt erstaunlich gut. Nur Nesthäkchen Vanessa (18) ist unzufrieden. Als die anderen Kandidatinnen sie wegen ihrer Unschlüssigkeit zur Dämonin erklären, glaubt sie, dafür nicht genug böses Blut zu haben. Die anderen Frauen überzeugen die nicht sehr beliebte Vanessa vom Gegenteil.
Anika legt ihre Haare ab
Das Engel-und-Dämonen-Shooting soll im Zeichen berühmter Mode-Ikonen stehen. Darum hat Heidi Klum das 90er-Jahre-Supermodel Nadja Auermann (54) eingeladen. “Heidi hat mich schon öfter angefragt, aber ich hatte mich immer geziert” – bis jetzt. Als Gast-Fotograf ist Armin Morbach (55) dabei, der in er allerersten Staffel von “GNTM” als Make-up-Artist dabei war, heute ist er erfolgreicher Modefotograf. Er wünscht sich den Shoot: “So unglamourös wie möglich.” Als er Anika (26), die seit ihrer Kindheit an der Autoimmunkrankheit Alopecia areata (kreisrunder Haarausfall) leidet, mit Perücke sieht, winkt er ab. “Bitte ohne Haare. Trau dich, echt zu sein”.
Als erstes vor Morbachs Kamera und die kritischen Blicke der Supermodels Klum und Auermann tritt Bianca (46). Sie hat sich für die schwarzen Dämonen-Flügel entschieden. “Ich möchte Stärke und Trauer ausdrücken. Vielleicht auch Wut”, erklärt sie die Wahl der dunklen Seite. Damit möchte die in Kanada in Armut und schwierigen Familienverhältnissen aufgewachsene Schweizerin ihre Traumata zum Ausdruck bringen. Auch durch ihren unerfüllten Kinderwunsch haben sich viele Emotionen angestaut, wie sie unter Tränen erklärt. “GNTM” soll dieses Kapitel abschließen. “Ich dachte mir: Wenn es mit der Familie nicht klappt, gehe ich zurück in die Modewelt”, so die Miss Schweiz von 2004.
Doch vor der Kamera hat das erfahrene Model Mühe, ihre dunklen Emotionen abzurufen. Nadja Auermann: “Man hat gemerkt, dass es ihr nicht angenehm war”. Hinter der Bühne weint Bianca bittere Tränen. “Ich habe mich selbst enttäuscht”. Ihre Mitstreiterinnen fangen Bianca auf. Nana (24): “Das macht einem Angst, dass eine Bianca, die so krass ist und weiß, was sie will, so gebrochen zurückkommt.”
Nana betet vor der Kamera
Nana ist als nächstes dran. Die gläubige Christin wählte Engelsflügel. Sie möchte Erschöpfung und Ermüdung verkörpern, erklärt sie Klum und Auermann. “Engel haben viel Verantwortung und müssen Gottes Botschaft zu den Menschen bringen. Die haben gar keine Zeit für sich selbst.” Die Supermodels und der Fotograf sind skeptisch – doch Nana faltet vor der Kamera die Hände zum Gebet und liefert ab. “Toll, toll, toll”, ruft Morbach.
Dann tritt Anika vor die Kamera – wie gewünscht ohne Perücke. Sie sagt, sie möchte Traurigkeit loslassen. Das gelingt auf Knopfdruck. Anika weint, schreit, posiert. Und begeistert: “Richtig emotional”, so Heidi. “Du hast heute eines der schönsten Bilder bis jetzt.” Auch Morbach ist zufrieden: “Gut, dass du die Perücke weggelassen hast.” Nadja Auermann goutiert Anikas Mut: “Es ist wichtig, dass du zeigst, dass du genau so schön bist, wie Frauen mit Haaren.”
Die unsichere Vanessa ist vor der Kamera so unbeholfen, dass sie mit ihrer liebenswürdigen Art immerhin für einige Lacher bei den Juroren sorgt. “Das hat jetzt Spaß gemacht. Mir ist das lieber, als die Schlaftabletten”, so Heidi Klum.
Laufsteg mit Stolpersteinen
Am nächsten Tag steht das Catwalk-Training mit Nadja Auermann an. Dieses findet mitten in Berlin an der Promenade der Spree statt, die mit künstlichen Stufen als Stolpersteine besetzt ist, die auch den Catwalk der Entscheidung zieren werden.
Der Berliner Designer Kilian Kerner (46) stattet die Frauen später mit bunten 80er-Jahre-Outfits aus – die für weitere Stolperfallen sorgen werden. Der erste Stolperer liefert Cléo (20) – sie war bereits beim Shooting eine der schwächsten Kandidatinnen. “Ich hatte ein gutes Gefühl”, findet sie jedoch. Dilara stolpert gleich zweimal. Und auch Aurélie knickt ein.
Die erfahrende Bianca ist die erste, die auch auf dem Laufsteg überzeugt. “Ich liebe sie”, so der Designer. “Ich auch”, sagt der Fotograf. Ebenfalls begeistern kann Nana.”Meine Favoritin”, so Kilian Kerner.
Dann ist Nesthäkchen Vanessa (18) dran. Bei den letzten Entscheidungen stolperte sie bereits mehrmals, einmal verlief sie sich gar auf dem Laufsteg. Hochkonzentriert schreitet sie dahin – tatsächlich ohne zu stolpern. Aber: “Hat die einen Sitzen? Die torkelt”, wundert sich Morbach über ihren unkonventionellen Laufstil. “Nee, das geht gar nicht”, kommentiert auch Heidi hart.
Turbulenter Catwalk sorgt für Gelächter
Den Abschluss macht Lara in einem sperrigen Kleid aus dreidimensionalen Blumen. Nach mehreren Stolperern springt Designer Kerner auf, um die Kandidatin vor einem Beinahe-Sturz von der Bühne zu retten. Er zieht ihr die Schuhe aus – doch auch barfuß läuft Lara nicht besser. Als am Ende alle Models noch einmal gemeinsam über den Laufsteg schreiten, sorgen sie mit einer doch eher schwachen Leistung bei der Jury gar für Gelächter. “Manche waren einfach grottenschlecht”, lacht Morbach.
Am Ende ist die Model-Reise für die älteste und die jüngste Kandidatin der Staffel fertig: Ursula (54) konnte weder beim Shooting, noch beim Walk überzeugen. Die unsichere Vanessa galt seit der ersten Folge als Wackelkandidatin. “Du musst erst erwachsener werden”, so Heidi Klum. Und auch für die unscheinbare Cléo hat Klum kein Foto.
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