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Gewinn bei Mercedes bricht 2025 um die Hälfte ein | ABC-Z

Stand: 12.02.2026 09:26 Uhr

Es war kein gutes Jahr für den Autobauer aus Stuttgart. Belastet haben ein schwaches China-Geschäft und die hohen US-Zölle. Im laufenden Jahr soll es bergauf gehen.

Gewinn-Einbruch bei Mercedes-Benz: Der Autobauer aus Stuttgart teilte mit, dass er im vergangenen Jahr einen Gewinn von 5,3 Milliarden Euro erzielt hat – halb so wenig wie noch 2024. Der operative Gewinn (Ebit) fiel um 58 Prozent auf 5,8 Milliarden Euro.

Robuster zeigte sich der Umsatz mit 132 Milliarden Euro, was im Vergleich zum Vorjahr einem Rückgang von neun Prozent entspricht. Als Gründe gibt der Konzern ein schwaches Geschäft in China, die hohen Importzölle in den USA und negative Wechselkurs-Effekte an. Einsparungen von 3,5 Milliarden Euro in der Pkw-Sparte hätten hingegen einen Teil des Gegenwinds kompensieren können.

Bilanz schwächer als erwartet

Die Zahlen sind damit schwächer als von Analysten erwartet: Diese hatten im Schnitt mit einem Umsatz von 134 Milliarden Euro und einem Ebit von 6,6 Milliarden Euro gerechnet, gibt Finanzdienstleister Visible Alpha an. Mercedes-Chef Ola Källenius sagte hingegen, die Bilanz läge “im Rahmen unserer Prognose”. Das Unternehmen fokussiere sich auf Effizienz, Geschwindigkeit und Flexibilität.

Für dieses Jahr rechnet das Unternehmen damit, dass sich der Umsatz auf einem ähnlichen Niveau bewegen wird. Der operative Gewinn soll allerdings deutlich höher ausfallen – dabei sollen Einsparungen helfen.

Kerngeschwächt schwächelt

Die bereinigte Umsatzrendite der Kernsparte Mercedes-Benz Cars ging um drei Prozentpunkte auf fünf Prozent zurück. Damit liegt sie in der Prognosespanne, die Mercedes im vergangenen Jahr nach unten korrigiert hatte.

Ohne die Belastung durch Zölle, vor allem durch den stark erhöhten US-Einfuhrzoll, wäre die Marge rund einen Prozentpunkt besser ausgefallen. Der US-Zoll allein habe rund eine Milliarde Euro Gewinn gekostet. Für das laufende Jahr rechnet Källenius mit einer Rendite zwischen drei und fünf Prozent. Als mittelfristiges Ziel sind acht bis zehn Prozent ausgegeben.

Der Pkw-Absatz war 2025 um neun Prozent auf 1,8 Millionen Fahrzeuge geschrumpft – er soll in diesem Jahr auf Vorjahresniveau liegen und erst “mittelfristig” wieder zwei Millionen erreichen. Besonders den Rückgang von rund einem Fünftel in China möchte Mercedes kompensieren. Neue Modelle und ein verbessertes Infotainment sollen den Geschmack der Kunden treffen.

Dividende weniger gekürzt als Mitarbeiter-Prämie

Trotz des Gewinneinbruches wird die Dividende nicht so stark gesenkt wie am Markt erwartet: Vorgeschlagen ist eine Ausschüttung von 3,50 Euro pro Aktie, nach 4,30 Euro im Vorjahr. Über die Dividende wird auf der Hauptversammlung im April 2026 abgestimmt.

Seine Beschäftigten beteiligt Mercedes mit voraussichtlich 3.139 Euro am Ergebnis – anspruchsberechtigt sind 85.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Prämie fällt damit erneut deutlich geringer aus, 2024 lag sie bei 5.220 Euro, in den Jahren zuvor erhielten Beschäftigte sogar Rekordsummen bis zu 7.300 Euro. Die endgültige Höhe werde nach Feststellung des finalen Jahresabschlusses im März entschieden.

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