Geopolitik

Ukraine-Krieg: ++ Medwedjew könnte sich Entführung von Merz vorstellen– „Wendung in dieser Karnevalsserie“ ++ Liveticker | ABC-Z

US-Präsident Donald Trump glaubt nicht, dass die Ukraine die Residenz Wladimir Putins angegriffen hat. Analog zum Vorgehen der USA in Venezuela kann sich der frühere russische Präsident Medwedjew eine ähnliche Aktion auch gegen Bundeskanzler Merz vorstellen. Mehr im Liveticker.

Die nationalen Sicherheitsberater von rund 15 Unterstützerstaaten, der EU und Nato haben sich in Kiew getroffen, um „Rahmendokumente“ zur Beendigung des russischen Angriffskriegs zu erörtern. Themen waren Sicherheitsgarantien, Friedensansätze und die Abfolge weiterer gemeinsamer Schritte. Ein Folgetreffen ist für Dienstag in Frankreich geplant.

Alle Ereignisse rund um den Krieg in der Ukraine und die Sicherheitspolitik in Europa im Liveticker:

06:46 Uhr – Medwedew könnte sich Entführung von Merz vorstellen

Analog zu dem Vorgehen der USA in Venezuela kann sich Russlands Ex-Präsident Dmitri Medwedjew ähnliche Entführungsaktionen gegen andere Staats- oder Regierungschefs vorstellen, unter ihnen Bundeskanzler Friedrich Merz. „Die Entführung des Neonazis Merz könnte eine hervorragende Wendung in dieser Karnevalsserie sein“, sagte Medwedew, aktuell Vizevorsitzender des nationalen Sicherheitsrats in Moskau, in einem Gespräch mit der Staatsagentur Tass. Ein solches Szenario hätte durchaus etwas Realistisches an sich, meinte er. „Es gibt sogar Gründe, ihn in Deutschland zu verfolgen, daher wäre es kein Verlust, zumal die Bürger umsonst leiden.“

02:44 Uhr – Kiew hat Putin-Residenz nach US-Informationen nicht angegriffen, sagt Trump

Die USA sind zu dem Schluss gekommen, dass die Ukraine bei einem Drohnenangriff vergangene Woche nicht die Residenz Wladimir Putins angegriffen hat. Das sagte Donald Trump in der „Air Force One“ vor Reportern. „Ich glaube nicht, dass dieser Angriff stattgefunden hat“, sagte Trump. Es sei zwar etwas in der Nähe passiert, dies habe aber nichts damit zu tun.

Moskau wirft Kiew vor, am Montag versucht zu ⁠haben, mit 91 Langstreckendrohnen ⁠eine Residenz Putins in der nordrussischen Region Nowgorod zu treffen. Die Ukraine und westliche Staaten bestreiten die russische Darstellung. Vor einer Woche hatte auch Trump den Eindruck erweckt, er glaube der russischen Version.

02:05 Uhr – Russischer Luftangriff auf Kiew

Russland greift Kiew aus der Luft an. Das teilt Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram mit. Die Luftabwehr sei im Einsatz. Klitschko ruft die Bevölkerung auf, in den Schutzräumen zu bleiben.

Sonntag, 4. Januar:

17:27 Uhr – Moskau meldet Abwehr ukrainischer Drohnen

Ein Schwarm ukrainischer Drohnen ist nach russischen Angaben beim Anflug auf die Hauptstadt Moskau ins Visier der Flugabwehr geraten. Mindestens 32 Drohnen seien bereits abgeschossen worden, teilte Bürgermeister Sergej Sobjanin nach Angaben der Staatsagentur Tass mit. Über eventuelle Schäden oder mögliche Opfer machte er keine Angaben. Wegen des Anflugs der Drohnen wurde auf den Moskauer Flughäfen Schukowski und Wnukowo aus Sicherheitsgründen vorübergehend der Flugbetrieb eingestellt. Ankommende Flüge wurden umgeleitet.

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff in der russischen Grenzregion Belgorod kam nach örtlichen Behördenangaben ein Mensch ums Leben. Unter den zwei Verletzten sei ein junges Kind, teilte Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow mit. Die Drohne soll ein Auto erfasst haben. In der Ukraine wurden laut staatlichem Rettungsdienst unterdessen in der Nacht zum Sonntag drei Menschen in der Region Charkiw durch russischen Drohnenbeschuss verletzt.

11:27 Uhr – Selenskyj: Rund 2000 russische Luftangriffe in Neujahrswoche

Wolodymyr Selenskyj hat nach rund 2000 russischen Luftangriffen in der Neujahrswoche die Verbündeten zu mehr Unterstützung für das Land aufgerufen. „Stabilität und Vorhersehbarkeit der Hilfe für die Ukraine sind das, was Moskau wirklich zur Diplomatie bewegen kann. Wir zählen auf weitere Verteidigungshilfe“, schrieb Selenskyj auf Telegram. Im Laufe der vergangenen Woche habe Russland mehr als 1.070 Gleitbomben, fast 1000 Drohnen und 6 Raketen gegen die Ukraine eingesetzt.

Samstag, 3. Januar:

22:00 Uhr – Sicherheitsberater der Ukraine-Unterstützer erörtern „Rahmendokumente“

Die nationalen Sicherheitsberater der sogenannten Koalition der Willigen haben nach ukrainischen Angaben über „Rahmendokumente“ zur Beendigung des russsischen Angriffskriegs gesprochen. Zu den am Samstag erörterten Dokumenten gehörten laut Verhandlungsführer Rustem Umerow „Sicherheitsgarantien und Ansätze für den Friedensplan“. Zudem sei es bei dem Treffen um die „Abfolge weiterer gemeinsamer Schritte“ gegangen, erklärte Umerow im Onlinedienst Telegram.

Die Vertreter von etwa 15 Unterstützer-Staaten, der EU und der Nato berieten in Kiew. Der US-Sondergesandte Steve Witkoff nahm per Videolink an dem Treffen teil, wie ein ukrainischer Beamter gegenüber der Nachrichtenagentur AFP erklärte.

Nach ukrainischen Angaben soll am Dienstag ein Folgetreffen in Frankreich mit Spitzenvertretern von Partnerstaaten der Ukraine stattfinden.

dpa/AP/AFP/rtr/jho

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