Berlin

Gehen die Mullahs am Dienstag unter? | ABC-Z

Steht die Freiheit bereits im Kalender, gibt es schon einen Termin für das Ende der mörderischen Mullah-Diktatur? Der deutsch-iranische Journalist Michel Abdollahi (44) hat jetzt bei Maybrit Illner (61) als erster Experte das mögliche Aus der Schreckensherrschaft auf den Tag genau vorhergesagt.

Seine überraschend exakte Prognose: „Nach dem iranischen Kalender ist der letzte Dienstag vor Jahresende, das ist Dienstag nächste Woche, so etwas wie Silvester, da wird über Feuer gesprungen und die Menschen feiern. Das ist ein Tag, der im Iran immer zu Unruhen geführt hat. Es wird geböllert und die Jugend ist auf den Straßen. Es kann sein, dass, wenn die Menschen an diesem Tag auf die Straßen gehen, um auch ihre Wut rauszulassen, dort schon was passiert.“

Michel Abdollahi sagt bei Maybrit Illner (61), die Bevölkerung warte auf den Tag X Foto: ZDF/Jule Roehr

„Wir warten nur noch darauf“

Denn, so der Experte: „Das Ende des Fastenmonats Ramadan fällt dieses Jahr in einer sehr einmaligen Konstellation auf fast den gleichen Tag wie das Neujahrsfest (nächsten Mittwoch, d. Red.) Aber die Läden haben zu, keiner möchte etwas kaufen, keiner möchte rausgehen. Denn viele Familien haben Tote zu beklagen, die Massaker vom 8. und 9. Januar sind sehr frisch. Da wird jetzt nicht gefeiert. Was mir berichtet wird, ist: Wir warten nur noch darauf, dass man uns sagt: Geht wieder auf die Straßen, damit wir von diesem System befreit werden. Wir wollen atmen. Wir wollen leben.“

Journalist vergleicht Iran mit DDR

Abdollahis hoffnungsvolles Beispiel: „Die DDR hat noch kurz vor dem Fall der Mauer ihren 40. Jahrestag ganz normal begangen, als wäre überhaupt nichts los.“ Wichtigste Vorzeichen für einen Umsturz nun auch im Iran sind, so der Experte, die ersten Risse im System: „Der neue Revolutionsführer Modschtaba Chamenei ist seit zwölf Tagen nicht auffindbar. Der Staatsfunk ist getroffen. Mittlerweile werden auf offener Straße Basidsch-Milizen an ihren Checkpoints von Drohnen getroffen. Und wenn irgendwann kein Geld mehr fließt, werden die einfachen Basidsch-Milizen und die Revolutionsgarden nichts mehr zu essen haben.“

Seit Kriegsbeginn fehlt von Modschtaba Chamenei (56), dem zweitältesten Sohn und Nachfolger des (mit 86) am ersten Kriegstag getöteten Ajatollah Chamenei, jede Spur (Archivfoto)
Seit Kriegsbeginn fehlt von Modschtaba Chamenei (56), dem zweitältesten Sohn und Nachfolger des (mit 86) am ersten Kriegstag getöteten Ajatollah Chamenei, jede Spur (Archivfoto) Foto: Vahid Salemi/AP/dpa

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