Geflügelpest-Ausbruch im Landkreis Dachau – Dachau | ABC-Z

Im Landkreis Dachau ist die Geflügelpest ausgebrochen. Wie das Landratsamt mitteilt, wurde das Veterinäramt am vergangenen Samstag zu einem Geflügelhaltungsbetrieb in Wiedenzhausen in der Gemeinde Sulzemoos gerufen. Dort waren mehrere Hühner verendet. Das Friedrich-Loeffler-Institut habe bestätigt, dass dort die Aviäre Influenza vom Subtyp H5N1 ausgebrochen sei, auch bekannt als Vogelgrippe oder Geflügelpest. Schon im Oktober und November 2025 war das Virus bei Wildvögeln im Landkreis nachgewiesen worden.
Das Landratsamt Dachau hat nach eigenen Angaben umgehend die gesetzlich vorgesehenen Maßnahmen ergriffen. Per Allgemeinverfügung hat die Behörde außerdem eine Drei-Kilometer-Sperrzone sowie eine Überwachungszone von zehn Kilometern eingerichtet. In beiden Bereichen gilt Stallpflicht. Auch Geflügelprodukte dürfen hier bis auf Weiteres nicht mehr transportiert werden. Das betrifft auch Eierpackstellen.
400 Geflügelbetriebe mit 120 000 Tieren sind betroffen
Für sämtliche Geflügelbetriebe in der Sperrzone kündigte das Landratsamt in den kommenden Tagen klinische Untersuchungen an. Dazu würden bei einigen Tieren Tupferproben gemacht und anschließend in einem Labor untersucht. In der Zehn-Kilometer-Zone werden diese Untersuchungen nur stichprobenweise gemacht. Betroffen von den Maßnahmen sind gut 400 Geflügelbetriebe mit etwa 120 000 Tieren. Am Hof in Wiedenzhausen wurde der gesamte Bestand an Tieren bereits am Wochenende getötet. Dort laufen laut dem Landratsamt aktuell umfassende Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen.
Neben der Geflügelpest grassiert in Bayern derzeit auch die sogenannte Newcastle-Krankheit. Die Symptome beider Seuchen sind die gleichen, auch die Maßnahmen, sie zu bekämpfen, sind dieselben. Zur Vorbeugung der Newcastle-Krankheit besteht jedoch eine gesetzliche Impfpflicht.
Ab sofort können sich Halter von Hühnern und Truthühnern für eine koordinierte Impfaktion anmelden unter www.landratsamt-dachau.de/impfung-nd. „Mit der Impfkampagne wollen wir vor allem kleinere Hobbyhaltungen unterstützen und gleichzeitig Tierärztinnen und Tierärzte bei der Koordination entlasten“, erklärt Amtstierärztin Sophie Rothammer.





















