Gazastreifen: Trumps “Friedensrat” dementiert Geldmangel | ABC-Z

Der von US-Präsident Donald Trump initiierte “Friedensrat” hat Berichte über Finanzierungsprobleme zurückgewiesen. “Der Friedensrat ist eine schlank aufgestellte, umsetzungsorientierte Organisation, die bei Bedarf Kapital abruft. Es gibt keine Finanzierungsengpässe. Alle Kapitalanforderungen sind bisher sofort und in vollem Umfang erfüllt worden”, heißt es in einer Erklärung der Organisation auf X.
Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters vom Freitag hat der Friedensrat bisher nur einen Bruchteil der zugesagten 17 Milliarden Dollar erhalten. Damit fehlten die finanziellen Mittel für den Wiederaufbau des Gazastreifens, berichtete Reuters unter Berufung auf mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen.
Von zehn Ländern, die Geld versprochen hatten, haben demnach nur drei Länder – die Vereinigten Arabischen Emirate, Marokko und die USA selbst – tatsächlich Mittel bereitgestellt.
Man arbeite “unermüdlich” daran, die Anstrengungen für eine vollständige Umsetzung des Friedensplans für den Gazastreifen sowie eine Entwaffnung militärischer Gruppen fortzuführen, teilte das Gremium mit. In “naher Zukunft” werde es weitere Informationen geben, heißt es in dem Post weiter.
Ursprünglich war der sogenannte Friedensrat Teil von Trumps Plan zum Ende des Gazakriegs und sollte den Wiederaufbau dort überwachen. Später erweiterte Trump den Geltungsanspruch seines Gremiums auf die ganze Welt. Im Januar wurde die Organisation beim Weltwirtschaftsforum in Davos schließlich offiziell gegründet. Deutschland hat eine Teilnahme am “Friedensrat” abgelehnt.
Das Gremium ist umstritten. Kritiker sehen darin vor allem ein Konkurrenzgremium zu
den Vereinten Nationen, die sich eigentlich seit Jahrzehnten genau die
gleiche Aufgabe auf die Agenda gesetzt haben. Trump kritisiert die
Vereinten Nationen immer wieder, deshalb haben sich die USA auch bereits aus
zahlreichen UN-Organisationen zurückgezogen. UN-Generalsekretär António Guterres arbeitet nach eigenen Angaben mit dem Board of Peace zusammen.
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