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Fußball-Bundesliga: Zaubertor von Romulo – Leipzig bleibt oben dran | ABC-Z

Stand: 02.03.2026 • 00:04 Uhr

RB Leipzig bleibt im Kampf um die Königsklasse den Konkurrenten aus Hoffenheim und Stuttgart im Nacken. Dabei half in Hamburg ein Zaubertor von Romulo.

Beim für Leipzig hochverdienten 2:1 im Volkspark brachte Fabio Vieira den HSV in der 22. Minute in Führung. Romulo glich in der 36. Minute aus, Yan Diomande legte fünf Minuten nach dem Seitenwechsel das zweite Tor für die Gäste nach.

Polzin unzufrieden, Werner begeistert

HSV-Trainer Merlin Polzin gab anschließend im Sportschau-Interview zu: “Ich bin definitiv nicht zufrieden mit unserer Leistung. Von der Intensität und vom Spiel gegen den Ball war das nicht das, was wir in diesem Jahr bisher gezeigt haben.”

Sein Kollege Ole Werner hingegen freute sich am ARD-Mikro: “Ich bin begeistert, wie ruhig meine Mannschaft geblieben ist, obwohl uns das Ergenis zur Halbzeit natürlich nicht gefallen hat. Aber wir haben unseren Plan beibehalten, hatten totale Spielkontrolle und haben die Euphorie, die hier möglich ist, gar nicht erst aufkommen lassen.”

Dabei ließ der HSV zunächst seinen Ankündigungen, mutig in dieses Spiel gehen zu wollen, Taten folgen. Leipzig wurde schon am eigenen Sechzehner attackiert, Ransford Königsdörffer hatte schon nach vier Minuten den ersten guten Abschluss. Während sein 20-Meter-Schuss das Ziel aber noch verfehlte, musste RB-Keeper Maarten Vandevoordt kurz danach gegen Damion Downs schon eine gute Parade zeigen.

Lukebas Fehlpass leitet den Rückstand ein

Leipzig erhöhte daraufhin den Druck nach vorn, kam aber nicht wirklich gefährlich in die Nähe des Hamburger Strafraums. Dazu patzte die Defensive: Ein Fehlpass von Castello Lukeba führte zum HSV-Konter, William Mikelbrencis startete rechts durch, legte präzise zurück Richtung Elfmeterpunkt, wo Fábio Vieira den Ball noch in Ruhe annehmen und ihn erst Willi Orban und dann Keeper Vandevoordt durch die Beine ins Tor schieben konnte.

RB versuchte es anschließend immer wieder über Yan Diomande, doch die Hamburger Deckung stand hervorragend und ließ bis auf zwei Halbchancen von Christoph Baumgartner und Brajan Gruda nichts Zwingendes zu.

Romulo überrascht Vuskovic und Heuer Fernandes

Auch Romulo war nach Lukebas Flanke eigentlich von Luka Vuskovic gut bewacht, der Kroate schob den Brasilianer am Fünfmeterraum sogar noch vom Tor weg. Doch mit einem genialen Hackentrick überraschte Romulo mit dem Rücken zum Tor stehend Vuskovic ebenso wie HSV-Keeper Daniel Heuer Fernandes, der auf dem völlig falschen Fuß erwischt wurde.

Leipzigs Romulo (l.) trifft artistisch per Hacke im Spiel gegen den Hamburger SV

Danach erspielten sich die Leipziger erstmals ein klares Übergewicht, kurz vor der Pause verhinderte Heuer Fernandes aber mit einem grandiosen Reflex gegen Diomande den Rückstand. Das selbe Duell gab es fünf Minuten nach Wiederanpfiff erneut – diesmal mit umgekehrtem Ausgang. Nach einem Hamburger Ballverlust schaltete RB schnell um, Romelu leitete die Kugel auf Diomande weiter, der sich auf engstem Raum gegen vier HSV-Verteidiger durchsetzte und den Ball in den linken Winkel platzierte.

Leipzig vergibt die Vorentscheidung vom Punkt

Statt anschließend auf den Ausgleich zu drängen, zog sich Hamburg weit zurück. Leipzig drückte mit Macht auf die Vorentscheidung, während sich der HSV offensiv komplett abmeldete. Die erste Großchance zur Vorentscheidung vergab Romulo nach einer Stunde vom Elfmeterpunkt: Nicolai Remberg sprang der Ball nach einer missraten Kopfball-Klärungsaktion an die Hand, doch Heuer Fernandes parierte den schwach geschossenen Strafstoß.

Eine Viertelstunde später hätte Ezechiel Banzuzi das 3:1 erzielen müssen, nachdem ihm David Raum den Ball maßgerecht in den Rückraum gelegt hatte – doch der Abschluss des Niederländers ging Richtung Oberrang.

Poulsen kurz vorm Platzverweis

HSV-Trainer Merlin Polzin versuchte gegenzusteuern, brachte mit Yussuf Poulsen und Jean-Luc Dompé frisches Personal für den Angriff. Doch Torchancen sprangen auch weiter keine heraus, nicht mal im Ansatz wurde es für Vandevoordt nochmal gefährlich. Poulsen fiel allein durch ein wildes Foul an seinem ehemaligen Teamkameraden David Raum auf, für das er nur mit ganz viel Glück mit Gelb davonkam – da ließ Schiedsrichter Bastian Dankert Gnade vor Recht ergehen.

Bis tief in die Nachspielzeit lag das Torschussverhältnis in der zweiten Halbzeit bei 6:0 für Leipzig, erst in den letzten Sekunden kam auch der HSV nochmal in Strafraumnähe. Vuskovic jagte einen Freistoß weit über das Tor, dann scheiterten Dompé und Mikelbrencis – der Ausgleich wäre aber auch komplett unverdient gewesen.

Hamburg in Wolfsburg, Leipzig gegen Augsburg

Hamburg ist am Samstagnachmittag beim VFL Wolfsburg zu Gast (15.30 Uhr). Leipzig empfängt am Samstagnachmittag den FC Augsburg (15.30 Uhr).

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