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Führung “die Knochen brechen”: Israel ist mit Angriffen auf Iran “noch nicht fertig” | ABC-Z

Führung “die Knochen brechen”Israel ist mit Angriffen auf Iran “noch nicht fertig”

10.03.2026, 12:55 Uhr

Netanjahu hatte den Angriff auf den Iran gemeinsam mit Trump befohlen. (Foto: picture alliance/dpa/ZUMA Press Wire)

US-Präsident Trump behauptet, der Iran sei militärisch massiv geschwächt worden. Er deutet sogar ein baldiges Kriegsende an. Sein Verbündeter, Israels Premier Netanjahu, macht jedoch ein anderes Bestreben deutlich.

Anders als US-Präsident Donald Trump geht der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu offenbar nicht von einem baldigen Ende des Iran-Krieges aus. Israel sei mit seinen Angriffen auf die Führung in Teheran “noch nicht fertig”, sagte Netanjahu laut einer Erklärung seines Büros bei einem Besuch im Nationalen Gesundheitskommandozentrum.

“Unser Bestreben ist es, das iranische Volk vom Joch der Tyrannei zu befreien”, sagte Netanjahu mit Blick auf die Führung in Teheran. Es bestehe kein Zweifel, “dass wir ihnen mit den bisherigen Maßnahmen die Knochen brechen – und wir sind noch nicht fertig”, fügte Netanjahu hinzu.

Trump hatte am Montag dem US-Sender CBS gesagt, er halte den Krieg “für so gut wie beendet” und hat damit weltweit ein Sinken der Ölpreise und Aufatmen an den Börsen ausgelöst. Trump begründete dies mit einer militärischen Schwächung des Iran.

Die Revolutionsgarden im Iran erklärten, Trumps einseitige Ankündigung eines baldigen Endes der Kämpfe sei Unsinn: “Wir sind diejenigen, die bestimmen werden, wann dieser Krieg endet.” Sie würden Ölexporte aus der Region verhindern, falls die amerikanischen und israelischen Angriffe anhielten.

Trump droht Iran

Trump reagierte darauf mit einer Warnung auf Truth Social: “Falls der Iran irgendetwas unternimmt, was den Ölfluss durch die Straße von Hormus stoppt, werden sie von den Vereinigten Staaten von Amerika ZWANZIG MAL STÄRKER getroffen werden als bislang.” Die Meerenge Straße von Hormus zwischen dem Iran und der arabischen Halbinsel ist von entscheidender Bedeutung für die Ölexporte der Golfstaaten.

Der weltgrößte Exporteur von Öl, der saudi-arabische Konzern Saudi Aramco, warnte vor katastrophalen Konsequenzen, falls die Meerenge geschlossen bleibe. Am Montag hatte die Ernennung von Modschtaba Chamenei zum Nachfolger seines getöteten Vaters, Ajatollah Ali Chamenei, zunächst die Hoffnungen auf ein rasches Ende des Krieges gedämpft.

Wie Trump ein schnelles Ende des Krieges erreichen will, blieb unklar. Er lehnt bislang Verhandlungen mit dem neuen Oberhaupt der Islamischen Republik ab. Zudem hat er bereits früher angekündigt, der Krieg könne nur mit einer kooperativen iranischen Regierung enden.

Quelle: ntv.de, raf/AFP/rts

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