Forderung Iran: Vor Atomgesprächen mit USA ein Ende der Sanktionen | ABC-Z

Vor den Gesprächen mit den USA über sein Atomprogramm hat Iran ein Ende der US-Sanktionen gefordert. Dies sei die Bedingung für einen Kompromiss, erklärte der iranische Vize-Außenminister Tacht-Rawanschi.
Die iranische Führung ist offenbar unter bestimmten Bedingungen zu Kompromissen bereit, um ein Atomabkommen mit den USA zu erreichen. Voraussetzung sei aber, dass die US-Regierung willens sei, über eine Aufhebung ihrer Sanktionen gegen das Land zu verhandeln, sagte Vize-Außenminister Madschid Tacht-Rawanchi dem britischen Sender BBC.
Der Ball liege im Feld der Amerikaner, die beweisen müssten, dass sie eine Einigung wollten, sagte er in dem Interview. “Wenn sie es ernst meinen, dann bin ich sicher, dass wir auf dem Weg zu einem Abkommen sind.”
Keine vollständige Einstellung der Urananreicherung
Dabei verwies er auf das Angebot Teherans, sein hochangereichertes Uran zu strecken, um den Anreicherungsgrad zu senken. Wenn die USA “aufrichtig sind, bin ich sicher, dass wir auf dem Weg zu einer Einigung sind”, sagte er. Eine vollständige Einstellung der Urananreicherung – wie von Washington gefordert – stehe aber für Iran “nicht mehr auf der Tagesordnung”.
US-Außenminister Marco Rubio hatte am Samstag gesagt, Präsident Donald Trump bevorzuge zwar eine Einigung, es sei jedoch “sehr schwer”, diese mit Iran zu erzielen.
USA wollen auch über Raketen und bewaffnete Gruppen reden
Für Dienstag sind Verhandlungen zwischen den USA und Iran unter Vermittlung des Oman in Genf geplant. Die Positionen von Iran und der USA liegen weit auseinander. So will Iran nur über sein Atomprogramm und die Aussetzung von Sanktionen sprechen.
Die USA wollen zusätzlich über die ballistischen Raketen des Irans und seine Unterstützung bewaffneter Gruppen wie der Hisbollah im Libanon und der Hamas im Gazastreifen beraten.
Trump hat mehrfach mit einem militärischen Angriff auf Iran gedroht, sollte es keine Einigung geben.





















