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Finanzspritze für Tagwerk-Metzgerei in Niederhummel – Erding | ABC-Z

Die in finanzielle Schieflage geratene Tagwerk-Metzgerei im Langenbacher Ortsteil Niederhummel scheint vorerst gerettet. Wie die Tagwerk Erzeuger- und Verbrauchergenossenschaft mit Sitz in Dorfen als Träger des Unternehmens nun mitteilt, wurde bereits am 26. Januar auf einer außerordentlichen Generalversammlung beschlossen, die Biometzgerei weiterzuführen.

Einige Fragen sind noch offen, zwei Vorhaben zur Unterstützung der Metzgerei stehen indes schon fest: Zum einen will man noch in diesem Frühjahr einen Stand in der Viktualienhalle am Augsburger Stadtmarkt übernehmen und dort Frischfleisch sowie Wurst und Schinken verkaufen. Dies soll mehr Absatz generieren und so die Metzgerei wirtschaftlich stabilisieren. Um den neuen Stand zu finanzieren, plant die Genossenschaft gewissermaßen eine Finanzspritze, das Geld soll aus dem Verkauf von Genussscheinen kommen. Dabei handelt es sich vereinfacht ausgedrückt um Anteile ohne Stimmrecht.

Aber auch vollwertige Genossenschaftsanteile will Tagwerk verstärkt unter die Leute bringen, einige davon sollen auch an junge Menschen verschenkt werden. Des Weiteren haben die Genossenschaftsmitglieder auf der Generalversammlung ein Unterstützungsprojekt für die Metzgerei grundsätzlich beschlossen. Wie dieses konkret aussehen könnte, ist allerdings noch nicht klar, das Vorhaben sei derzeit „in Ausarbeitung“, heißt es in der Pressemitteilung.

Sowohl bei der Metzgerei als auch bei der Genossenschaft gibt man sich nun optimistisch: „Wir reden uns die Lage nicht schön, aber wir lassen ein zentrales Stück regionaler Bio-Wertschöpfung auch nicht einfach fallen“, lässt sich Klaus Hutner, einer der beiden Vorstandsmitglieder der Genossenschaft, zitieren. „Unsere Mitglieder haben deutlich gemacht: Tagwerk soll Zukunft haben – und dazu gehört die Tagwerk-Biometzgerei.“

Auch Metzgerei-Geschäftsführer Reinhard Gromotka zeigt sich zuversichtlich: „Für uns in der Metzgerei ist dieses Signal ein großer Rückhalt.  Wir haben ein Team, das sein Handwerk kann – und eine Struktur, die es so kaum noch gibt: einen Betrieb mit eigener Schlachtung, integrierter Verarbeitung und Warmfleischverarbeitung“, wird er zitiert. „Jetzt geht es darum, die Vermarktung zu stärken und wieder mehr direkte, verlässliche Absatzwege aufzubauen.“

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