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“Female Leaders Lunch” in München: Diese Promi-Damen waren dabei | ABC-Z

Dass Sophia Flörsch am Donnerstag in die Gesichter so vieler Frauen blickt, ist in ihrem Job definitiv nicht die Regel: Die gebürtige Münchnerin hat sich einen Namen in einer absoluten Männerdomäne gemacht. Sie ist die erste Frau, die etwa in der Formel 3 Punkte gesammelt oder im legendären 24-Stunden-Rennen von Le Mans unter die Top Ten gekommen ist.

Uber lädt Unternehmerinnen zum “Female Leaders Lunch” nach München

Anlässlich des Weltfrauentags am Sonntag treffen sich auf Einladung von Uber, dessen Deutschland-Chef Christoph Weigler und dem Münchner PR-Profi Benjamin Bartz bereits im Vorfeld etwa 35 bekannte Unternehmerinnen im Restaurant Maison Tran im Dreimühlenviertel zum “Female Leaders Lunch”. Mit auf der exklusiven Gästeliste: hochkarätige Namen wie Bonita Grupp (Trigema-Chefin), FDP-Politikerin Susanne Seehofer, Aigner-CEO Sibylle Schön, “Kaffeegräfin” und Unternehmerin Stephanie von Pfuel oder Kristina Hammer, Präsidentin der Salzburger Festspiele.

Mit über 280 km/h in einen Fangzaun: So geht es Sophia Flörsch nach ihrem folgenschweren Unfall

Sie alle lauschen den Worten der 25-jährigen Rennfahrerin am Donnerstag gebannt: Sophia Flörsch schildert deutlich, wie schwer der Weg für Frauen im Motorsport noch immer ist und – wie sie mit gerade einmal 17 Jahren ein schwerer Unfall komplett aus der Bahn geworfen hat.

Ein millionenfach geklicktes Video, das noch heute im Internet kursiert, zeigt den Horror-Crash der Rennfahrerin 2018: Mit einer Geschwindigkeit von über 280 km/h rast Flörsch im Weltfinale der Formel 3 in Macau in einen Fangzaun – und zieht sich eine schwere Fraktur der Wirbelsäule zu: “Ich war so kurz davor, querschnittsgelähmt zu sein”, erinnert sich die 25-Jährige am Donnerstag.

Münchner Rennfahrerin teilt aus gegen “alte, weiße Männer”

100 Tage nach dem Unfall sitzt Sophia Flörsch aber schon wieder im Rennwagen. Und das, obwohl sie einige männliche Kollegen dort gar nicht haben wollen, wie die 25-Jährige im Laufe ihrer Karriere deutlich spürt: “Der Motorsport ist nicht nur ein Männersport, sondern ein extremer Machosport”, macht sie deutlich: “Sehr viele Leute, die heutzutage noch was zu entscheiden haben, sind alte, weiße Männer, die von Frauen gar nichts halten, zumindest nicht, dass sie in Rennautos gehören. Und wenn eine Frau dann noch dazu lange blonde Haare hat und sich nicht vermännlicht, geht das gar nicht in die Köpfe der Menschen.”

Größtes Ziel der Münchnerin: Sophia Flörsch will in die Formel 1

Bei einem Gespräch mit potenziellen Sponsoren, erinnert sich die Münchnerin, habe ein Vorstand sie damals sogar direkt darauf angesprochen, dass sie doch sicher Kinder wolle – mit gerade einmal 15 Jahren. “Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Lewis Hamilton oder Max Verstappen gefragt werden, ob sie irgendwann Kinder wollen”, so Sophia Flörsch trocken und erntet dafür viel Applaus von den anwesenden Frauen. Warum sie sich dennoch nie unterkriegen ließ: “Ich versuche, mich aus so negativen Kommentaren oder Leuten, die nicht daran glauben, dass Frauen in den Motorsport gehören, zu motivieren und das genau denen zu beweisen. Im Auto gibt es keine Geschlechter-Vor-und-Nachteile, das ist das Tolle.”

Ihr großes Ziel nach wie vor: der Einzug in die Formel 1. “Alle Geschichten, die es im Sport so gibt, wurden schon geschrieben, aber es gab noch nie eine Frau in der Formel 1”, sagt die 25-Jährige. “Aber eine Frau, die mit dem Spielzeug der Männer die Männer besiegt – das würde so viel für Frauen generell machen.”

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