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FC Bayern: Vincent Kompany gibt Update zu Harry Kane und erklärt den Plan gegen Real Madrid | ABC-Z

Im Viertelfinale der Champions League tritt der FC Bayern bei Real Madrid an. Für die Mannschaft und den Trainer ist es eine Reifeprüfung. Vincent Kompany gibt ein Update zu dem verletzten Harry Kane. Und erklärt, was er von dem „schwierigsten Spiel Europas“ erwartet.

Der Ostermontag war durchgetaktet. Am Mittag trainierte die Mannschaft des FC Bayern noch einmal in München, dann reiste sie per Flugzeug nach Madrid. Nach der Ankunft in der spanischen Metropole am Abend ging es für Trainer Vincent Kompany und Mittelfeldchef Joshua Kimmich ins Estadio Bernabéu zur Pressekonferenz.

Dienstag (21 Uhr, Amazon Prime Video) tritt der deutsche Fußball-Rekordmeister im Hinspiel des Viertelfinals der Champions League bei den „Königlichen“ an. Für viele Fans und Experten ist es ein vorweggenommenes Finale. „Es sind für mich die größten Vereine der Welt. Das ist ein sehr besonderes Spiel“, sagte Kimmich.

Stürmerstar Harry Kane ist nach Problemen am Sprunggelenk zurück im Kader. „Wir warten ab, bis morgen. Wenn wir die letzten Informationen bekommen, werden wir entscheiden“, sagte Kompany Montagabend. Er glaube nicht, dass Kanes Rhythmus gestört sei.

Für Kompany ist das Kräftemessen bei der Mannschaft von Starstürmer Kylian Mbappé sein 100. Pflichtspiel als Bayern-Trainer. Der souveräne Spitzenreiter der Bundesliga ist selbstbewusst vor dem Hinspiel. Man könne jeden Gegner schlagen, sagte Jungstar Lennart Karl nach den jüngsten Erfolgen.

Für Trainer Kompany und seine Mannschaft ist dieses Viertelfinale eine Reifeprüfung. Reals Offensivspieler um Vinícius Júnior provozieren auch mal und lassen sich situativ mitunter geschickt fallen – wie geht man damit um?

„Wir versuchen, jedem Spiel unseren Stempel aufzudrücken“, sagte Kimmich. „Real ist aus vielen Situationen heraus sehr gefährlich, man muss das Spiel anpassen. Wir wollen an unsere Stärken glauben und sie auf den Platz bringen. Real hat viel Qualität, wir wollen das im Kollektiv angehen.“ Er sei in der Vergangenheit oftmals nach Madrid gereist, als viele Spieler gefehlt hatten. „Diesmal ist das nicht der Fall.“ Die Atmosphäre und das Publikum in Madrid seien sehr speziell.

Als Kind habe er das Stadion besucht und sei beeindruckt gewesen. „Wenn du gegen Real gewinnen willst, musst du mental und taktisch auf einem hohen Niveau sein“, so Kimmich. Er freue sich sehr auf das Spiel. „Für solche Partien trainieren wir jeden Tag.“ Nach dem Hinspiel werde nicht alles entschieden sein. „Wir haben sehr viel individuelle Qualität.“

Real Madrid drohen Gelb-Sperren

Gleich mehreren Profis des spanischen Rekordmeisters könnten für das Rückspiel am 15. April in der Münchner Arena gesperrt sein, falls sie im Hinspiel eine Gelbe Karte sehen: Kylian Mbappé, Vinícius Junior, Jude Bellingham, Aurélien Tchouaméni, Dean Huijsen und Álvaro Carreras.

Sollten die Bayern Dayot Upamecano oder Konrad Laimer im Bernabéu-Stadion eine Gelbe Karte bekommen, wären sie für das Rückspiel in München gesperrt.

„Dieses Spiel entscheiden vor allem Details“, sagte Kompany. „Es ist vielleicht das schwierigste Spiel, das du in diesem Wettbewerb auswärts spielen kannst.“

Ist es für ihn auch ein Kindheitstraum, hier anzutreten? Wie groß fühlt sich das Spiel für ihn an? Immerhin werden Bayern-Trainer an diesen großen Spielen gemessen. „Ich habe einfach diesen totalen Fokus“, antwortete Kompany. „Es ist das schwierigste Spiel in Europa. Wir haben den Fokus darauf, dass wir zeigen, was wir können. Ich möchte einfach, dass wir gewinnen und die Mannschaft keine Angst hat.“

Neben Kane arbeiten sich auch Offensivstar Jamal Musiala und Außenverteidiger Alphonso Davies, die den Bayern lange fehlten, immer mehr zurück. Für 90 Minuten reiche es bei ihnen aber noch nicht, sagte Sportvorstand Max Eberl Montagnachmittag. Sie hätten aber „immer mehr Minuten im Tank, und dementsprechend wird die Zeit noch kommen“.

Nach seiner Einschätzung besteht eine der größten Gefahren gegen Real, sich von eigenen starken Momenten wie Torchancen blenden zu lassen. „Bei Real Madrid ist es genau dieser eine Moment, wo sie aus einer Notsituation klären, und auf einmal hast du ein Eins-gegen-eins gegen (Kylian) Mbappé oder gegen Vini Jr. Das ist das, worauf wir sehr aufpassen müssen, dass wir da nicht in unserer Euphorie, dass wir etwas Gutes gemacht haben, eben Dinge vernachlässigen“, sagte Eberl.

Reals Trainer Álvaro Arbeloa strahlte Montag Zuversicht aus. Er versicherte, ein Ausscheiden sei für ihn und seine Spieler kein Thema: „Wir denken nicht daran, in dieser Runde auszuscheiden. Für uns gibt es nur ein Ziel: Die Bayern zu schlagen. Darauf konzentrieren wir uns, und daran glauben wir.“ Am Dienstag wolle man sich und den Fans „eine große Champions-Nacht“ schenken.

Julien Wolff ist Redakteur im Sportkompetenzcenter. Er berichtet für WELT seit Jahren über den FC Bayern und die Nationalmannschaft. Seit Ostermontag ist er in Madrid und wird Dienstagabend im Stadion sein.

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