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FC Bayern: Tränen bei Alphonso Davies – „Es tut einem weh, wenn er heulend rausgeht“ | ABC-Z

Die Bayern überzeugen in der Champions League bei Atalanta Bergamo auf ganzer Linie. Dennoch fällt die Freude gedämpft aus. Alphonso Davies schreibt ein weiteres Kapitel in seiner langen Verletzungshistorie. Auch zwei weitere Spieler bereiten Sorgen.

Alphonso Davies spürte sofort, dass es ihn wieder einmal schlimmer erwischt hatte. Im Mittelfeld sank der Abwehrspieler des FC Bayern zu Boden. Als das medizinische Personal aufs Feld eilte, war Davies schon sichtlich aufgelöst. Der Kanadier hatte Tränen in den Augen, zeitweise versteckte er seine Emotionen, indem er sich das Trikot über das Gesicht zog.

Davies hatte nach einem Muskelfaserriss, zugezogen Ende Februar beim 3:2 gegen Einracht Frankfurt, im Champions-League-Achtelfinale bei Atalanta Bergamo (6:1) erst wieder sein Comeback gefeiert. Der Nationalspieler seines Landes war zur Pause eingewechselt worden – in der 71. Minute musste er dann wieder raus. Alles deutet aber auf eine weitere Muskelverletzung hin, Sportvorstand Max Eberl sprach nach der Partie von einer „muskulären“ Blessur.

Es ist ein weiteres Kapitel in Davies‘ langer Verletzungshistorie. Mehrfach fiel der Kanadier mit einem Muskelfaserriss aus. Im vergangenen Jahr erwischte es ihn mit einem Kreuzbandriss dann noch härter. Von März bis Dezember war Davies raus.

„Es tut mir wahnsinnig leid, wenn du immer willst und immer wieder zurückgeworfen wirst. Man sieht ja, dass er zweifelt“, sagte Experte Christoph Kramer bei Amazon Prime. „Du bist in perfekter medizinischer Behandlung, aber manchmal gibt es Phasen, in denen du dich ständig verletzt. Verletzungen, das darf man nicht unterschätzen, nehmen viel von der Lebensqualität eines Fußballers.“

Musiala und Urbig müssen ebenfalls runter

In der Nachspielzeit mussten dann auch noch der mit Davies eingewechselte 6:0-Torschütze Jamal Musiala und Torwart Jonas Urbig angeschlagen vom Platz. Musiala hatte offenbar Schmerzen am Knöchel und humpelte in der Schlussphase über den Platz. Schlimmer sah es beim Schlussmann aus, der nach einem Zusammenprall behandelt werden musste und gestützt von zwei Betreuern den Platz verließ. Er wirkte dabei sichtlich benommen.

„Jonas wurde am Kopf getroffen, ist gerade benebelt und hat riesige Kopfschmerzen“, berichtete Eberl. Trotzdem könne er abschließend noch nichts sagen. „Jamal war eher eine Vorsichtsmaßnahme. Er hat irgendetwas am Knöchel gespürt, aber nichts Schlimmes, nichts Dramatisches. Da scheint es mir am wenigsten schlimm zu sein“, lautete die Einschätzung des Vorstands.

Bayerns Mittelfeldspieler Aleksandar Pavlovic litt mit seinen Mitspielern. „Es tut einem weh, wenn Phonzie (Alphonso Davies, d. Red.) heulend rausgeht. Auch dass Jamal und Jonas rausgehen mussten, tut weh. Es sind sehr wichtige Spieler für uns. Hoffen wir einfach, dass sie so schnell wie möglich wieder auf dem Platz stehen“, sagte er bei Amazon Prime.

Trainer Vincent Kompany wollte den Verletzungen angesichts des überzeugenen Auftritts seiner Mannschaft nicht zu viel Bedeutung beimessen: „Ich will gar nicht so viel sagen über die Verletzungen. Wir dürfen uns das Momentum nicht wegnehmen lassen. Es ist schade, aber ich habe den Jungs gesagt, dass ich volles Vertrauen in den Kader habe.“ Er ging davon aus, dass die Verletzung von Davies „nicht so schlimm“ sei.

luwi

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