Sport

Fallrückzieher von Ragnar Ache: “Besser kann er es nicht machen” – Sport | ABC-Z

Die verhaltenen Reaktionen auf den Schlusspfiff eines Spiels ohne Sieger ließen tief blicken: Die gedämpfte Stimmung der Fans, die nach dem Bekanntwerden eines schweren medizinischen Notfalls auf der Tribüne das gesamte Spiel geschwiegen hatten, fand sich auch auf dem Platz wieder – und das, obwohl Ragnar Ache vom 1. FC Köln beim 2:2 (1:1) gegen die TSG Hoffenheim ein Traumtor gelungen war.

Vielleicht sogar das Tor des Jahres? „Ich finde schon“, sagte Ache lachend bei Sky. Der spektakuläre Fallrückzieher zur Führung (15.) nötigte auch dem Gegner höchsten Respekt ab. „In Köln ist es immer sehr eklig – und dann startest du so ins Spiel. Besser kann er es nicht machen“, lobte TSG-Angreifer Fisnik Asllani im Dazn-Interview.

Die Hoffenheimer fanden aber die passende Antwort. Ozan Kabak (45.) glich kurz vor dem Pausenpfiff für den Tabellendritten aus, ehe Andrej Kramaric (60.) die Partie in seinem 350. Pflichtspiel zunächst drehte. Aches Flankengeber Said El Mala (63.) traf dann aber frei vor Nationaltorhüter Oliver Baumann noch zur Punkteteilung.

„Wir müssen das 3:1 machen“, haderte Asllani: „Es darf uns nicht passieren, dass er dann so frei auf unser Tor zuläuft.“ Die Kölner konnten mit dem Unentschieden dagegen weit besser leben. Das Spiel habe ihnen „alles abverlangt“, sagte Torwart Marvin Schwäbe: „Mit dem Punkt sind wir auf jeden Fall zufrieden.“

Schwäbes Trainer Lukas Kwasniok hatte in seiner Startaufstellung anstelle von Marius Bülter mal wieder auf El Mala gesetzt, der im Hinspiel den Siegtreffer erzielt hatte. Ilzer schenkte der gleichen Startelf wie beim überzeugenden Heimsieg gegen Freiburg (3:0) das Vertrauen.

El Mala erzielt nach einem Konter den Ausgleich

Bei zehn Grad und Nieselregen sahen die 49 600 Zuschauer zunächst einen schleppenden Beginn. Wegen des medizinischen Notfalls, bei dem nach Angaben des 1. FC Köln ein 90 Jahre alter Fan nach einem Sturz reanimiert worden war, blieben die Anhänger beider Fanlager still. Das änderte sich nach Aches Geniestreich zumindest für einen Moment schlagartig.

Im Anschluss spielten die Kölner schnell und schnörkellos und kamen durch Jakub Kaminski (21.) und Eric Martel (23.) zu guten Gelegenheiten. Die TSG meldete sich durch Kramaric im Spiel an. Der Kroate scheiterte jedoch an Schwäbe (29.). Besser machte es kurz vor der Halbzeit Kabak, der eine flache Hereingabe versenkte. In der Nachspielzeit hatte die TSG mit einem sehenswert herausgespielten Angriff zudem die Riesenchance zur Führung, kam aber zu keinem klaren Abschluss.

Nach der Pause drückte der Tabellendritte auf die Führung. Kramaric verwertete nach einem Lattentreffer per Kopfball-Abstauber. Nur drei Minuten später lief El Mala aus der eigenen Hälfte los, traf wie schon im Hinspiel und beendete seine sechs Spiele andauernde Torflaute.

Back to top button