Berlin

Fallbeispiel für jahrelangen Leerstand: ein Haus in Schöneberg | ABC-Z

Wie viele leer- und von außen betrachtet stillstehende Häuser es in Berlin gibt, ist unklar. Das wurde in einer Antwort auf eine Anfrage der Linken im Berliner Abgeordnetenhaus vor rund einem Jahr deutlich. Auf die Frage nach sogenanten “Geisterhäusern” oder “Problemimmobilien” teilten mehrere Bezirke mit, keine Kenntnis zu haben, wie viele solcher Häuser es gebe. Einige gaben an, keine zu haben. Nur wenige nannten Beispiele.

Der Bezirk Tempelhof-Schöneberg nannte damals nicht das Eckhaus in der Potsdamer Straße. Allerdings ein weiteres leerstehendes Haus im Bezirk, in der Odenwaldstraße. Seit Jahren Teil eines Pilotprojekts des Senats in Zusammenarbeit mit den Bezirken, in dem anhand von vier Beispielen die mögliche Treuhänderschaft geprüft werden soll. Selbst hier ist noch nichts geschehen.

Das wurde Mitte März in einer Ausschusssitzung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung deutlich. Bezirksstadträtin Eva Majewski Sparacino (CDU), die in der Sitzung zugegen war, sagte, der avisierte Treuhänder habe nicht unterzeichnet, außerdem gebe es weiterhin rechtliche Bedenken. Bausenator Andreas Gaebler (SPD), der das Pilotprojekt 2022 voran getrieben hatte, entgegnete in Bezug auf die Odenwaldstraße, er wünsche sich, die Bezirke würden eine solche Treuhänderschaft im Rahmen des Pilotprojekts “einfach mal machen”, gerade damit rechtliche Bedenken für die Zukunft ausgeräumt würden.

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