Politik

Exporte nach China: Teheran signalisiert “normalen” Öl-Betrieb in Kharg | ABC-Z

Exporte nach ChinaTeheran signalisiert “normalen” Öl-Betrieb in Kharg

14.03.2026, 15:51 Uhr

Blick auf Kharg auf einem Archivbild von 2017. (Foto: picture alliance / AA)

US-Präsident Donald Trump lässt sein Militär die Insel Kharg attackieren – nach seinen Worten “Irans Kronjuwel” des Ölexports. Die Provinzbehörden Khargs beschwichtigen, was die Folgen angeht. In Kharg könnte Trump indes indirekt auch China treffen.

Trotz der US-Angriffe auf die iranische Öl-Insel Kharg läuft der Exportbetrieb dort nach Angaben der regionalen Behörden uneingeschränkt weiter. Die Aktivitäten der Ölfirmen am Export-Terminal Kharg “gehen normal weiter”, sagte der Vize-Gouverneur der iranischen Provinz Buschehr, Ehsan Dschahanijan, der Nachrichtenagentur Irna. Kharg gehört verwaltungstechnisch zur iranischen Küstenprovinz Beschehr. Die Nachrichtenagentur Fars berichtete, auf der Insel habe es keine Schäden an der Öl-Infrastruktur gegeben.

Über die Insel Kharg werden 90 Prozent der iranischen Ölexporte abgewickelt. Die Insel liegt 26 Kilometer vor der iranischen Küste und etwa 483 Kilometer nordwestlich der Straße von Hormus, die den Persischen Golf mit dem Golf von Oman verbindet und durch die ein Fünftel des weltweiten Ölhandels geht. Die Gewässer um Charg sind tief genug für Supertanker, die sich den flachen Küstengewässern des Festlandes nicht nähern können.

Trump: “Heftigste Luftangriffe” erfolgt

Ein Großteil des von Kharg aus verschifften Öls geht nach China, dem weltweit größten Rohölimporteur. Da der Iran die Straße von Hormus kontrolliert, kann er Tanker mit eigenen Exporten passieren lassen – im Gegensatz zu westlichen Tankern, die er zu blockieren versucht. Daten des Tanker-Trackers Kpler zufolge macht iranisches Öl in diesem Jahr 11,6 Prozent der chinesischen See-Importe aus. Trotz des Krieges, der am 28. Februar von Israel und den USA begonnen wurde, hat der Iran nach Daten von TankerTracker.com und Kpler weiterhin zwischen 1,1 und 1,5 Millionen Barrel pro Tag exportiert.

US-Präsident Donald Trump hatte zuvor von massiven Angriffen auf militärische Ziele auf Kharg gesprochen – “Irans Kronjuwel”, wie er schrieb. Nach seinen Worten handelte es sich um “einen der heftigsten Luftangriffe in der Geschichte des Nahen Ostens”. Alle militärischen Ziele auf der Insel im Persischen Golf seien “vollständig ausradiert”. Er drohte damit, dass auch die Ölinfrastruktur ins Visier genommen werden könne, sollte der Iran den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus weiter behindern.

Vize-Gouverneur Dschahanijan betonte, “das alltägliche Leben und die Routine der Bewohner” auf Kharg gingen ganz normal weiter. Bei dem US-Angriff seien weder Soldaten noch Bewohner oder Mitarbeiter der Ölfirmen verletzt worden. Laut der Nachrichtenagentur Fars “versuchte” die US-Armee bei ihrem Angriff, Luftverteidigungsanlagen, einen Marinestützpunkt, den Kontrollturm des örtlichen Flughafens und einen Hubschrauber-Hangar zu beschädigen.

Quelle: ntv.de, mpe/AFP/rts

Back to top button