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European League: SG Flensburg-Handewitt bezwingt Montpellier | ABC-Z

AUDIO: Flensburg gewinnt torreiches Spiel gegen Montpellier (1 Min)

European League

Stand: 24.02.2026 22:20 Uhr

Die Handballer der SG Flensburg-Handewitt haben sich ihre Chancen auf den direkten Einzug ins Viertelfinale der European League erhalten. Die Norddeutschen gewannen am Dienstagabend zu Hause gegen Montpellier HB mit 40:35 (21:20). Überschattet wurde die Partie von einem Todesfall in der Halle.

von Christian Görtzen

Es sei zu einem medizinischen Notfall gekommen, teilten die Flensburger nach dem Spiel mit: “Leider blieben alle eingeleiteten Maßnahmen erfolglos.” SG-Geschäftsführer Holger Glandorf sagte: “Unsere Gedanken sind in diesen schweren Stunden bei den Angehörigen und Freunden des Verstorbenen. Der Handball und alles Sportliche rücken heute in den Hintergrund.”

Golla: “Haben es uns selbst schwer gemacht”

Noch ohne das Wissen um die verstorbene Person hatte Kapitän Johannes Golla nach einem hart umkämpften Spiel von “zwei wichtigen Punkte für uns” gesprochen, auch wenn er monierte, “dass wir es uns in der ersten Hälfte selbst ein bisschen schwer gemacht haben”.

Die Gruppensieger ziehen direkt ins Viertelfinale ein, die Zweit- und Drittplatzierten absolvieren noch Play-offs. Den Auftakt in die Hauptrunde hatte die SG vor einer Woche verpatzt. Gegen den ewigen Rivalen THW Kiel, der ebenfalls am Dienstagabend mit 37:32 in Irun gewann und mit 8:0 Punkten Erster ist, hatten die Flensburger im 114. Landesderby eine Heimniederlage eine Niederlage kassiert.

Für das Team von SG-Trainer Ales Pajovic gibt es ein schnelles Wiedersehen mit Montpellier: Am kommenden Dienstag (20.45 Uhr) steht das Rückspiel in der südfranzösischen Stadt an.

SG-Profi Volz in der ersten Hälfte herausragend

Über zu wenige Tore in der Anfangsviertelstunde konnten sich die Zuschauer in der Flensburger Arena weiß Gott nicht beschweren. Beim Stand von 10:11 (15.) reichte es Coach Pajovic allerdings. Er drückte auf den Buzzer, nahm seine erste Auszeit. Dem 47-Jährigen fehlte der Zugriff in der Defensive – und das war eindeutig so. Hinter der nicht entschlossen genug agierenden 6-0-Deckung war es für Torhüter Kevin Möller nicht einfach, die Würfe der Franzosen auf sein Gehäuse wegzunehmen.

Ergebnisse und Tabelle Handball EHF European League 2025/2026 Gruppe 1.

Pajovic wechselte auf der Position: Für den 37 Jahre alten Dänen, der nach dieser Saison in die Heimat zu GOG Gudme zurückkehrt, rückte der Bosnier Benjamin Buric zwischen die Pfosten. Zur Pause führten die Norddeutschen mit 21:20. Einen großen Anteil daran hatte Linksaußen Patrick Volz, der seine sechs Würfe allesamt im gegnerischen Tor unterbrachte.

Die Stimmung in der Arena war trotz der vielen Treffer aufgrund des medizinischen Einsatzes auch zu diesem Zeitpunkt schon gedrückt: Es wurde keine Musik eingespielt, zudem stellten die SG-Fans den aktiven Support ein.

Buric avanciert zum Flensburger Rückhalt

Auf der Platte ging es auch nach Wiederbeginn weiter wie zuvor: Fast jeder Torwurf war auch ein Treffer. Und der Tabellendritte der Bundesliga tat sich weiterhin schwer gegen den Dritten der französischen Starligue, der mit seinen schnell vorgetragenen Angriffen und mit seiner Geradlinigkeit beeindruckte. Eine Viertelstunde vor der Schlusssirene hieß es 31:31 – alles war offen.

Nur wenige Minuten später aber führten die Gastgeber dank eines 3:0-Laufes mit 34:31. Aksel Horgen hatte stark einen Ball erobert, zudem parierte Buric einen Siebenmeter von Benjamin Richert. Das war der entscheidende Schritt zum Gewinn der beiden Punkte. Denn auch danach war auf Buric Verlass. Die Franzosen mühten sich nach Kräften, aber die SG ließ sie nicht mehr herankommen.

Volz hielt seine huntertprozentige Wurfquote: Alle neun Würfe fanden ihr Ziel. Er war damit auch erfolgreichster Flensburger.

Flensburgs Marko Grgic beim Wurf

Handball-Bundesliga

Der Handball-Bundesligist aus Schleswig-Hostein tat sich zu Beginn schwer, fuhr am Ende aber einen ungefährdeten 34:29-Sieg ein.

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