Schüsse am Strand – Polizei spricht von zehn Toten | ABC-Z

Am Bondi Beach in Sydney ist es am Sonntagnachmittag (Ortszeit) zu einem Angriff mit Schusswaffen gekommen. Dabei wurden mindestens zehn Personen tödlich verletzt, wie die australische Polizei meldete. Zwei Personen seien in Gewahrsam genommen worden, hieß es weiter. Zugleich wurde die Bevölkerung aufgefordert, die Umgebung zu meiden. Australiens Premierminister Anthony Albanese sprach von einer „aktiven Sicherheitslage“ an dem auch bei Touristen beliebten Badestrand.
Örtlichen Medien zufolge wurde ein Schütze erschossen, ein zweiter befinde sich in Gewahrsam. Die Polizei bestätigte diese Angaben zunächst nicht.
Der Bondi Beach in Sydney zählt zu den bekanntesten Stränden der Welt (Archivbild).
© dpa | Sam Mooy
Schüsse am Bondi Beach: Chanukka-Veranstaltung offenbar Ziel des Angriffs
Nach ersten Erkenntnissen war eine jüdische Chanukka-Veranstaltung das Ziel des Angriffs, wie australische Medien berichteten. An diesem Sonntag beginnt das achttägige Lichterfest. „Schüsse bei einer Chanukka-Veranstaltung“, schrieb die jüdische Organisation Australian Jewish Association auf X. „Wir haben so oft davor gewarnt, dass es so kommen würde.“
Australische Medien berichteten von einem Video, das am Sonntag aufgenommen worden sein soll. Es soll zeigen, wie Menschen vom Strand fliehen. Eine Bestätigung über die Echtheit des Videos lag zunächst nicht vor.
Israels Staatspräsident: „Grausamer Angriff auf Juden“
Der israelische Staatspräsident Izchak Herzog hat nach den Schüssen an Sydneys Bondi Beach von einem Anschlag auf die jüdische Gemeinde gesprochen. „In genau diesen Momenten sind unsere Schwestern und Brüder in Sydney, Australien, von abscheulichen Terroristen angegriffen worden – bei einem äußerst grausamen Angriff auf Juden, die sich versammelt hatten, um am Bondi Beach die erste Chanukka-Kerze zu entzünden“, sagte Herzog nach Angaben seines Büros in Jerusalem.
„Unsere Herzen sind bei ihnen“, sagte Herzog. „Das Herz der gesamten Nation Israel setzt in diesem Augenblick einen Schlag aus, während wir für die Genesung der Verletzten beten, für sie beten und für jene beten, die ihr Leben verloren haben.“
Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Der Präsident sagte weiter: „Wir wiederholen unsere Warnungen immer wieder gegenüber der australischen Regierung, um Maßnahmen einzufordern und gegen die enorme Welle des Antisemitismus zu kämpfen, die die australische Gesellschaft heimsucht.“
Seit Beginn des Gaza-Kriegs im Oktober 2023 ist eine weltweite Welle von Antisemitismus zu beobachten, darunter Angriffe auf Juden und Synagogen, bei der Israel-Kritik teils in Hass gegen Juden umschlägt.
dpa/bee





















