Wirtschaft

Erstmals mehr Strom aus Sonne: Deutschland erzeugt so wenig Kohlestrom wie zuletzt 1956 | ABC-Z

Erstmals mehr Strom aus SonneDeutschland erzeugt so wenig Kohlestrom wie zuletzt 1956

02.01.2026, 20:50 Uhr

In einem Mannheimer Großkraftwerk wird noch Strom aus Kohle erzeugt. (Foto: picture alliance / Daniel Kubirski)

Kohlestrom ist schlechter fürs Klima als Stromerzeugung durch Gas und alle erneuerbaren Energiequellen. 2038 soll Kohle deswegen aus dem deutschen Strommix verschwinden. Aktuell liegt der Anteil noch bei knapp 22,5 Prozent, doch der Anteil sinkt stetig.

Im vergangenen Jahr haben Solarkraftwerke in Deutschland laut einer Auswertung des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (Fraunhofer ISE) erstmals mehr Strom geliefert als Braunkohlekraftwerke. Der Anteil der Braun- und Steinkohle am gesamten deutschen Strommix fiel demnach auf 22,4 Prozent. Die mit Abstand wichtigste Stromquelle blieb die Windkraft.

Die Bruttostromerzeugung aus Braun- und Steinkohle betrug laut Fraunhofer ISE im vergangenen Jahr 106 Terawattstunden. Das war rund eine Terawattstunde oder eine Milliarde Kilowattstunden weniger als 2024 und der niedrigste Wert seit 1956.

“Die Kohleverstromung lohnt sich ökonomisch oft nicht mehr”, sagte Bruno Burger vom Fraunhofer ISE dem “Spiegel”. Durch die hohen Preise für Emissionsrechte sei Kohlestrom sehr teuer geworden.

Der Abbau von Braunkohle dürfte nach Einschätzung Burgers 2025 sogar auf den niedrigsten Stand seit mehr als einem Jahrhundert gefallen sein. Schon im Jahr zuvor war landesweit so wenig Braunkohle wie seit 1916 nicht mehr gefördert worden. Bundestag und Bundesrat haben den Ausstieg aus der Kohleverstromung bis spätestens 2038 beschlossen.

Quelle: ntv.de, dsc/AFP

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