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Erste Osternacht als Papst: Leo XIV. ruft zu Frieden auf | ABC-Z

Stand: 05.04.2026 • 00:50 Uhr

Papst Leo hat am Abend seine erste Osternacht als Oberhaupt der katholischen Kirche gefeiert. In seiner Predigt rief er zu Einheit und Frieden auf. Heute früh folgt die Ostermesse auf dem Petersplatz.

Es ist ganz still, als Papst Leo XIV. in den Petersdom einzieht. In der Vorhalle bleibt er stehen, weiht das Osterfeuer. Und trägt dann die brennende Osterkerze langsam durch die komplett dunkle Basilika – und entzündet die Lichter der Gläubigen.

Erst, als er am Altar ist, geht das Deckenlicht an. Es ist ein besonderer Moment, in dieser für Christen so besonderen Nacht, der Nacht der Auferstehung Jesu. In seiner Predigt spricht der Papst dann von der grenzenlosen Liebe Jesu, von der Liebe Gottes, die stärker sei als alle Macht des Bösen. Leo fordert die Gläubigen dazu auf, die frohe Botschaft zu überbringen, dass Jesus auferstanden sei – und dass wir mit seiner Kraft ebenfalls eine neue Welt des Friedens und der Einheit gestalten können.

Diesen Auftrag wird er später auch noch den zehn Menschen aus mehreren Teilen der Welt geben, die während des Gottesdienstes getauft werden.

Forderung nach Frieden

Der Papst bezieht sich in seiner Predigt auch auf die Auferstehungsgeschichte aus dem Matthäusevangelium, auf das leere Grab Jesu am Ostermorgen, den weggerollten Grabstein, wenn er sagt:

Schwestern und Brüder, auch in unserer Zeit fehlt es nicht an Gräbern, die geöffnet werden müssen, und oft sind die Steine, die sie verschließen, so schwer und gut bewacht, dass es unmöglich erscheint, sie zu bewegen. Manche bedrücken den Menschen im Herzen, wie etwa Misstrauen, Angst, Egoismus, Groll; andere zerbrechen als Folge dieser inneren Belastungen die Bande zwischen uns, wie etwa der Krieg, die Ungerechtigkeit, die Abschottung von Völkern und Nationen.

Davon solle man sich aber nicht lähmen lassen, sagt der Papst. Viele Menschen hätten im Laufe der Jahrhunderte, manchmal unter Einsatz ihres Lebens, mit Gottes Hilfe diese Steine weggerollt – also Gutes vollbracht.

“Nehmen wir uns ein Beispiel an ihnen und machen wir uns in dieser heiligen Nacht ihr Engagement zu eigen, damit überall und immer auf der Welt die österlichen Gaben der Eintracht und des Friedens wachsen und gedeihen”, so der Papst.

Es dürfte nicht die letzte Forderung nach Frieden sein, an diesem Osterfest: Spätestens nach der Ostermesse auf dem Petersplatz, bei der Ansprache beim traditionellen Segen Urbi et Orbi, wird Papst Leo wohl einen ähnlichen Appell an die Welt richten.

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