Wenig Fleisch, aber gern Fisch und viel Gemüse heißt die Devise bei Schuppenflechte. Welche Lebensmittel und Rezepte eignen sich zur entzündungshemmenden Ernährung bei Psoriasis?
Bei rheumatischen Erkrankungen wie Schuppenflechte oder Psoriasis-Arthritis ist es hilfreich und wohltuend, auf eine antientzündliche Ernährung zu achten. Auf den täglichen Speiseplan gehören Gemüse und zuckerarme (!) Obstsorten, gutes Eiweiß – etwa aus Nüssen und Hülsenfrüchten – und hochwertige pflanzliche Öle. Als Entzündungshemmer sollten schonend kaltgepresstes Leinöl und Weizenkeimöl in der Küche nicht fehlen. In Weizenkeimöl steckt zudem viel wertvolles Vitamin E mit Heilungspotenzial für die Haut.
Bei Psoriasis auf Omega-3-Fettsäuren achten
Weniger Fleischkonsum kann eine Schuppenflechte bessern.
Nach aktueller Studienlage kann ein Einschränken des Fleischkonsums die Schuppenflechte bessern. Denn vor allem in Schweinefleisch, Kalbfleisch, Eigelb und fettreichen Milchprodukten stecken die entzündungsfördernde Arachidonsäure oder ihre Verwandten. Fisch und Meeresfrüchte enthalten die Arachidonsäure zwar auch – sie glänzen jedoch zugleich mit einem hohen Gehalt an entzündungshemmenden Fettsäuren (Omega-3-Fettsäuren), vor allem fetter Seefisch wie Lachs, Hering und Makrele, der uns auch etwas Vitamin D liefert.
Die wichtigsten Ernährungstipps bei Schuppenflechte
Täglich Rohkost: Sie unterdrückt die Aktivität der entzündlichen Schübe und hilft durch ihre Antioxidantien, den Körper zu entgiften.
Fetter Seefisch wie Lachs, Hering oder Makrele enthält entzündungshemmende Omega-3-Fettsäuren.
Entzündungsförderndes wie Zucker, Weizenprodukte, Schweinefleisch und Wurst möglichst meiden.
Den Darm entlasten. Er ist unser Immunorgan und will sich nachts regenerieren. Leichte Kost am Abend (gekocht/gedünstet) und eine lange Essenspause über Nacht (12-13 Stunden) helfen ihm. Statt Frühstück lieber ein “Spätstück”! Tagsüber möglichst nur 2-3 Mahlzeiten essen.
Falls doch zwischendurch Hunger kommt: Notfall-Snacks sollten zuckerarm und antientzündlich sein, z. B. Nüsse, etwas Naturjoghurt oder ein Scheibchen Wildlachs mit Apfel.
Mahlzeitenbeispiele: Frühstück: Quark mit Früchten und Leinöl/Weizenkeimöl oder Vollkornbrot mit Frischkäse und Rohkost; Mittagessen: Mischkost, z. B. zwei Hände Dinkel-Pasta oder Naturreis mit drei Händen Gemüse nach Wahl. Abendessen: z. B. Gemüsesuppe oder gedünsteter Fisch mit Gemüse.
Vitamin E wirkt antioxidativ und als Balsam für die Haut. Quellen sind pflanzliche Öle, besonders Weizenkeimöl.
Weißdorntee verbessert die Durchblutung der Gefäße und stärkt den Herzmuskel.
Was essen bei Schuppenflechte: Lebensmittel und Rezepte
Essen für eine gesunde Haut: Hier finden Sie geeignete Rezepte und Lebensmittel-Listen (auch zum Download).
Lecker, schnell zubereitet und mit antientzündlichen Zutaten: Diese Gerichte sind günstig bei einer Schuppenflechte.
Mit dem Suppenbaukasten der Ernährungs-Docs kommt eine gesunde warme Mahlzeit im Handumdrehen auf den Tisch.
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Vitamine und andere Antioxidantien, Omega-3-Fettsäuren – wo stecken sie drin? Unsere Liste macht die Küche zur Hausapotheke.
Entzündungshemmend zu essen ist ganz zentral bei bei Psoriasis und Psoriasis-Arthritis.
2 handtellergroße Portionen/Tag
Empfehlenswert (in Maßen): Vollkornbrot, Vollkorngetreideprodukte, bspw. aus Hafer, Dinkel, Hirse, Pseudogetreide wie Amarant, Buchweizen, Quinoa; Haferflocken, Müsli ohne Zucker; Vollkornnudeln, Vollkornreis, Pellkartoffeln (grüne Stellen wegschneiden)
Nicht empfehlenswert: Weißmehlprodukte wie Weißbrot, Toastbrot, Croissant, Weizen- und Milchbrötchen, Laugengebäck; Knäckebrot, Zwieback; geschälter Reis, Pommes, Kroketten, Kartoffelbrei, Kartoffelpuffer; Fertiggerichte, Fast Food
selten, maximal 1 kleine Handvoll
Nicht empfehlenswert: Süßigkeiten, gesüßte Backwaren und Milchprodukte; Eiscreme; Chips, Flips und Kräcker
1-2 Portionen/Tag – eine große Handvoll reicht aus
Empfehlenswert: alle zuckerarmen Obstsorten wie Apfel, Aprikosen, Brombeeren, Clementinen, Erdbeeren, Grapefruit, Heidelbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren, Sauerkirschen, Kiwi, Nektarine, Papaya, Orange, Pflaumen, Pfirsiche, Stachelbeere, Wassermelone, Zwetschgen; nach individueller Verträglichkeit: Physalis
Weniger empfehlenswert: zuckerreiches Obst wie Ananas, Banane, Birne, Honigmelone, Kaki (Sharon), Mango, Süßkirschen, Weintrauben
Nicht empfehlenswert: gezuckerte Obstkonserven und Obstmus; kandierte oder gezuckerte Trockenfrüchte (z. B. Cranberries)
3 mal 2 Handvoll/Tag
Empfehlenswert: Alle Salatsorten, gern mit Bitterstoffen, Löwenzahn, Blätter von roter Bete, Kohlrabi, Möhrengrün (für Smoothies), Artischocken, Bohnen, alle Kohlarten, Linsen, Erbsen, Fenchel, Gurke, Möhren, Radieschen, Spargel, Spinat, Zucchini und alle Pilzarten; nach individueller Verträglichkeit: Auberginen, Paprika und Tomaten (Grünes entfernen)
Weniger empfehlenswert (da zuckerreich): Mais, Süßkartoffeln
Nicht empfehlenswert: Tiefkühlgemüse mit Butter oder Sahne
Empfehlenswert: Leinöl*, Weizenkeimöl* (*Herstellung unter Ausschluss von Sauerstoff, Hitze und Licht); Olivenöl, Rapsöl, Walnussöl; zum Braten: Kokosöl
Nicht empfehlenswert: Schweine- und Gänseschmalz, Palmfett, Mayonnaise, Sonnenblumenöl, Distelöl
ca. 2 Liter/Tag
Empfehlenswert: Wasser, ungezuckerter Tee – besonders grüner Tee; bis zu drei Tassen Kaffee
Nicht empfehlenswert: Fruchtsaft, Softdrinks, Milchmixgetränke (s. u.), Alkohol
Nicht empfehlenswert: Paniertes Fleisch; alle übrigen Wurstwaren – egal ob Aufschnitt, Koch-, Grill-, Brat- oder Bockwurst – und generell Schweinefleisch (wegen des hohen Gehalts an Arachidonsäure)
Empfehlenswert: Eier (max. 2-3 pro Woche); in Maßen (bis 300 ml tägl.): Milch 1,5 % Fett, Buttermilch, Speisequark bis 20 % Fett, Naturjoghurt 1,5 % Fett; Harzer Käse, körniger Frischkäse; nur selten: Käse bis 45 % Fett i. Tr.: Schnittkäse, Weichkäse, Feta, Mozzarella, Frischkäse
Weniger empfehlenswert: Sahne, saure Sahne, Crème fraîche
Nicht empfehlenswert: gesüßte Fertigprodukte wie Pudding, Milchreis, Fruchtjoghurt, Fruchtquark, Kakaozubereitungen, Fruchtbuttermilch
Diese Informationen ersetzen keine individuelle ernährungsmedizinische Beratung. Ernährungsmedizinische Behandlung/Beratung wird von den gesetzlichen Krankenkassen in der Regel anteilig übernommen.
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Dieses Thema im Programm:
NDR Fernsehen | Die Ernährungs-Docs | 02.03.2026 | 21:00 Uhr
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