Ergebnis der Landrats-Stichwahl: Schmid triumphiert über Holz – Bad Tölz-Wolfratshausen | ABC-Z

Das Ergebnis hat sich von Beginn an abgezeichnet. Mit 60,9 Prozent gewann Ludwig Schmid die Stichwahl deutlich vor Thomas Holz. Der CSU-Kandidat erhielt laut vorläufigem Ergebnis 39,1 Prozent. Somit stellen die Freien Wähler wieder den Landrat im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen. Die CSU muss sich geschlagen geben.
Noch am 8. März fiel das Ergebnis zwischen Holz und Schmid denkbar knapp aus. Im ersten Durchgang hatten sich sechs Kandidaten um das Amt beworben. Der Kochler Thomas Holz, Landtagsabgeordneter und CSU-Kreisvorsitzender, lag mit 38,5 Prozent vor Schmid. Der Geretsrieder Bäckermeister und Unternehmer holte 36,3 Prozent der Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag damals bei 62,8 Prozent.
Zwei Wochen später haben sich die Verhältnisse deutlich verändert: Der Geretsrieder Schmid hat im Endspurt des Wahlkampfs mehr Bürgerinnen und Bürger überzeugen können und tritt somit die Nachfolge des scheidenden Landrats Josef Niedermaier an, ebenfalls Freie Wähler. Schmid bekam 29 142 Stimmen, Holz 18 716 Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei der Stichwahl bei 47,79 Prozent. Wahlberechtigt waren gut 101 000 Bürgerinnen und Bürger. Davon machten 48 287 von ihrem Stimmrecht Gebrauch. Es gab 47 858 gültige und 429 ungültige Stimmen. Amtsinhaber Niedermaier bleibt noch bis Ende April Landrat.
In dieser Deutlichkeit habe er nicht mit dem Ausgang der Wahl gerechnet, sagte Schmid der SZ. Das Ergebnis sei überwältigend. Er danke nicht nur allen, die nicht ein Kreuz hinter seinem Namen gemacht hätten, sondern auch seinen Helfern. Schmid wertet das Votum als deutliches Zeichen der Bürgerinnen und Bürger. „Es hat sich in den vergangenen Wochen gezeigt, dass es viele drängende Themen gibt“, betonte er. Zunächst wolle er allerdings einige Tage „runterfahren“, um sich anschließend mit Vollgas den anstehenden Aufgaben zu widmen.
Als erste Amtshandlung sozusagen möchte der 48-Jährige alle politischen Entscheidungsträger im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen an einen Tisch bringen. Ihm gehe es um ein vertrauensvolles Miteinander, sagte Schmid, um ein zeitnahes Kennenlernen. Denn er wolle die Zusammenarbeit auf kommunaler Ebene auf eine vernünftige Basis für die kommenden sechs Jahre stellen.





















