Erding: Hochansteckende Geflügelseuche festgestellt – fast 40 000 Tiere getötet – Erding | ABC-Z

In einem großen Nutzgeflügelbetrieb im Landkreis Erding ist die hochansteckende Newcastle-Krankheit ausgebrochen. Betroffen von der auch als atypische Geflügelpest bekannten Seuche sind laut Landratsamt Erding rund 39 500 Tiere, diese müssen nun gekeult werden. Bereits am Dienstag wurde der Betrieb durch das Veterinäramt des Landratsamtes Erding gesperrt und es wurden Schutzmaßnahmen angeordnet.
Wie das Landratsamt weiter mitteilt, liegt für einen der Ställe in dem Betrieb eine endgültige Bestätigung für die Newcastle-Krankheit vor. Das Friedrich-Löffler-Institut hatte entsprechende Proben untersucht. Dies bedeutet, dass der komplette Geflügelbestand des Betriebes getötet werden muss.
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Laut der Mitteilung aus dem Landratsamt wurde inzwischen bereits mit der Keulung begonnen. „Die durch den zuständigen Abteilungsleiter getroffene Entscheidung stellt für die Betroffenen natürlich eine harte Maßnahme dar, für welche jedoch kein Ermessensspielraum besteht“, erklärt die Behörde. Landrat Martin Bayerstorfer (CSU) lässt ausrichten, er bedauere den finanziellen und emotionalen Verlust der betroffenen Eigentümer.
Neben der Keulung der etwa 39 500 Vögel hat der Nachweis auf die Newcastle-Krankheit auch die Ausweisung einer Schutzzone mit mindestens drei Kilometer Radius und eine Überwachungszone von mindestens zehn Kilometer Radius zur Folge. Betroffene Geflügelbetriebe würden über die erforderlichen Maßnahmen vom Landratsamt zeitnah informiert, heißt es weiter aus der Behörde.
Die rigorosen Maßnahmen haben einen Grund: Die Newcastle-Krankheit gilt als hochinfektiös. Wie das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in seinen Handreichungen zu Tierkrankheiten schreibt, kann die Seuche über Mist, Fahrzeuge, Futter, Transportkisten oder auch Personen übertragen werden und sich in den betroffenen Beständen sehr schnell verbreiten. Eingeschleppt wird die Krankheit oft über wilde Tauben; bei diesen ist sie endemisch. Aber auch Ratten und weitere Schädlinge können die Seuche übertragen. Befallen werden können nahezu alle Vogelarten.
Für Menschen ist die Krankheit dagegen weitgehend harmlos. Sie kann leichte, grippeähnliche Symptome und Bindehautentzündung verursachen.





















