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Epstein-Komplizin Ghislaine Maxwell will nicht vor US-Ausschuss aussagen | ABC-Z

Epstein-Komplizin vor AusschussGhislaine Maxwell will die Aussage verweigern

09.02.2026, 08:21 Uhr

Hier noch auf freiem Fuß: Ghislaine Maxwell in Manhattan im Jahr 2015. (Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Ghislaine Maxwell spielt eine zentrale Rolle beim Aufbau des Missbrauchrings von Jeffrey Epstein und könnte Licht ins Dunkel bringen. Doch ist es fraglich, ob sie daran Interesse hat, wenn sie in Kürze vor einem US-Ausschuss auftritt.

Ghislaine Maxwell will bei einer für diesen Montag angesetzten Anhörung vor einem Ausschuss des US-Repräsentantenhauses offenbar nicht kooperieren. Maxwell, eine enge Komplizin des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein, wolle von ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch machen, heißt es in einem Schreiben des demokratischen Abgeordneten Ro Khanna an den Ausschussvorsitzenden James Comer vom Sonntag.

Statt einzelne Fragen zu beantworten, wolle sie zu Beginn der Anhörung eine vorbereitete Erklärung verlesen. Khanna wies darauf hin, dass diese Absicht im Widerspruch zu Maxwells früherem Verhalten stehe. Maxwell wurde 2021 wegen Beihilfe zum sexuellen Missbrauch an minderjährigen Mädchen durch den verstorbenen US-Finanzier Epstein verurteilt und verbüßt eine 20-jährige Haftstrafe.

Hintergrund der Anhörung ist die Veröffentlichung von Millionen interner Dokumente in der Affäre Epstein durch das US-Justizministerium. Eine Stellungnahme von Maxwells Anwalt liegt nicht vor.

Zentrale Rolle beim Missbrauchsring

Maxwell hat eine zentrale Rolle beim Aufbau des Missbrauchsrings gespielt, den der Multimillionär Epstein jahrelang aus New York betrieben hatte. Dem Missbrauchsring fielen Dutzende junge Frauen und Minderjährige zum Opfer. 2019 starb Epstein mit 66 Jahren im Gefängnis, bevor es zu einer möglichen weiteren Verurteilung hätte kommen können.

Der Finanzier hatte beste Kontakte in die High Society, was zahlreiche Spekulationen über die Tragweite des Skandals mit sich brachte. Per Gesetz wurde schließlich die Veröffentlichung der Akten verfügt, gegen die sich US-Präsident Donald Trump lange gewehrt hatte. Zahlreiche Prominente werden durch die Akten belastet.

Quelle: ntv.de, ghö/dpa/rts

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