Politik

Entsalzungsanlagen: Wenn Wasser zur Waffe wird | ABC-Z

Der Krieg am Golf bedroht auch die Trinkwasserversorgung. Für den Iran wären die Entsalzungsanlagen verlockende Ziele, um andere Staaten in den Konflikt hineinzuziehen.

Feuerwehrleute in Bahrain löschen am Montag einen Brand, nachdem ein iranisches Projektil ein Industriegebiet getroffen hat.
© Bahrain Interior Ministry via AP/​dpa

Der Zugang zu sauberem Wasser ist ein Menschenrecht. Gezielte Angriffe auf die dafür notwendige zivile Infrastruktur verbietet das Völkerrecht, sie können Kriegsverbrechen darstellen. Trotzdem droht sich der Irankrieg auf die lebenswichtige Ressource Trinkwasser auszuweiten. 

Am Sonntagvormittag beschuldigte Bahrein den Iran, eine seiner Anlagen zur Meerwasserentsalzung beschädigt zu haben. Schon in den ersten Märztagen schlugen iranische Geschosse im Hafen von Dubai ein – nur wenige Kilometer entfernt von einer der größten Entsalzungsanlagen der Welt, die das Gros des Trinkwassers für die emiratische Großstadt bereitstellt. Auch die Kraftwerks- und Entsalzungsanlage Fudschairah F1 in den Emiraten und die Anlage Doha West in Kuwait wurden offenbar durch Angriffe auf nahegelegene Häfen oder durch Trümmer von abgefangenen Drohnen beschädigt.

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