Eisbären Berlin verlieren erneut – und feiern trotzdem | ABC-Z

Ein neues Jahr fängt jeder lieber mit schönen Dingen an. Daher empfahl es sich im Fall der Eisbären Berlin durchaus, auf Nummer sicher zu gehen. Der 70. Geburtstag von Klublegende Peter John Lee kam gerade recht. Der Mann, der einst als Spieler in der Hauptstadt ankam, 1995 war das, der als Trainer, Manager und Geschäftsführer wirkte, ist allseits beliebt. Da schickt jeder gern Glückwünsche, ein wahrer Marathon an Minifilmchen lief über den LED-Würfel der Uber Arena.
Das lenkte fast ein wenig ab vom aktuellen Geschehen rund um das Team des Rekordmeisters der Deutschen Eishockey Liga (DEL), der am Ehrentag von Lee die Löwen Frankfurt empfing. Zuletzt erlitten die Berliner mehr Niederlagen, als dass sie selbst etwas zu feiern hatten. Eine Tatsache, die der EHC gern im alten Jahr lassen wollte. Doch vor 14.200 Zuschauern starteten die Berliner mit einem 2:3 (1:0, 0:2, 1:1) ins neue Jahr.
Eisbären Berlin nur noch auf Platz sieben
Für den Titelverteidiger entwickelte sich manches zuletzt in die falsche Richtung. Statt der angestrebten Verbesserung in der Tabelle wurde das Team von Trainer Serge Aubin im Jahresendspurt 2025 von der Konkurrenz abgehängt. Die Berliner verloren mit reichlich Gegentreffern und sechs Pleiten in acht Partien nicht nur die Spitzengruppe aus dem Blick, sondern mussten mit dem 4:6 in Bremerhaven einen Tag vor dem Jahreswechsel auch Platz sechs abgeben, der noch direkt in das Viertelfinale führt.
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Da sich zusätzlich die beiden Stürmer Manuel Wiederer und Markus Vikingstad mit Verletzungen für einige Zeit abmeldeten, starteten die Eisbären unter schwierigen Vorzeichen in das Spiel gegen die Hessen. Aber durch die Feierlichkeiten zum Geburtstag von Peter John Lee doch irgendwie mit einer guten Grundstimmung. Die hielt sich auch hartnäckig auf den Rängen, wo die beiden Fanlager ihre Verbundenheit mehr als deutlich zelebrierten.
Darüber schien das Spiel fast zu einer Nebensächlichkeit zu werden. Eine mit gut startenden Berlinern, die stark in die Offensivzone drängten. Dort aber agierten die Eisbären zu wenig konsequent, der Druck genügte nicht, um nach dem von Matej Leden zur Führung abgefälschten Schuss (3.) mehr Klarheit zu schaffen. Stattdessen ergaben sich schnell Probleme, wenn sich die Gäste mal energisch nach vorn orientierten. Und die strotzten als Vorletzter der Tabelle zuletzt auch nicht vor Selbstvertrauen.
Kirk gleicht für die Eisbären Berlin zum 2:2 aus
In Berlin aber durften sich die Löwen welches holen. Ein Wechselfehler ermöglichte den Ausgleich durch Maksim Matushkin (26.), kurz darauf erzielte Daniel Pfaffengut das 1:2 in Überzahl (28.). Daran hatten die Eisbären schwer zu arbeiten, ihr Spiel verlor immer mehr an Kontur. Trainer Aubin veränderte einiges, setzte die Reihen anders zusammen und spielte im Angriff überwiegend nur noch mit drei Formationen. Trotzdem häuften sich die Fehlpässe. Erst ein Überzahlspiel führte zum Ausgleich durch Liam Kirk (48.).
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In den kurzen Moment der Euphorie platzte jedoch nach einem Konter gleich das 2:3 durch Jakob Lilja (50.). Der erneute Rückstand war zu viel für den Meister. Aber die Fans feierten sich gegenseitig. Und mittlerweile hatte auch die ganze Liga sowie die halbe Eishockeywelt ihre Glückwünsche an Klublegende Lee übermittelt, sodass sich alles irgendwie nur halb so schlimm anfühlte.
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