Berlin

Ein Katholik in Berlin lebt den Widerspruch | ABC-Z

Selbstbewusst steht er als Katholik zu eben dieser sexuellen Orientierung. Er erinnert sich noch genau an den Moment, in dem er sich in der Gemeinde outete. Das war vor zwölf Jahren, als er in den Kirchenvorstand aufgenommen wurde. “Da wollte ich einfach klare Verhältnisse schaffen”, erklärt er. “Ich habe über mein persönliches Leben berichtet und diesen Aspekt dann auch erwähnt.” Pfarrer und Gemeinde hätten gelassen reagiert. Es habe weder Entsetzen noch Begeisterung gegeben, sondern sei einfach neutral aufgenommen worden. Ablehnung habe er als schwuler Mann in der katholischen Kirche noch nicht erlebt.

Eine Ausnahme? Ja, das zeigt zumindest die Arbeit des Vereins OutInChurch. Dort organisieren sich hauptamtliche, ehrenamtliche und ehemalige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der römisch-katholischen Kirche, die sich als lesbisch, schwul, bi-, trans*-, intersexuell, queer und non-binär identifizieren. Die meisten von ihnen haben nach eigenen Angaben viele Erfahrungen mit Diskriminierung und Ausgrenzung gemacht. Für OutnChurch haben sie ein Manifest geschrieben, in dem sie unter anderem einen diskriminierungsfeien Zugang zu allen Handlungs- und Berufsfeldern der Kirche von queeren Personen fordern.

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