„Die Wähler erwarten konkrete Problemlösungen“ | ABC-Z

Zum Artikel „Baden-Württemberg: Grüne bei Wahl knapp vor CDU“ vom 9. März
Nach 15 Jahren Ministerpräsidentenzeit von Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen) war eigentlich zu erwarten, dass der alte Politikprofi Özdemir mit einem auf seine Person zugeschnittenen Wahlkampf mit Palmer-Bonus das Rennen gewinnt. Grund zum Jubeln gibt es nicht, denn das Wahlergebnis ist schlechter als das seines Amtsvorgängers. Es ist nicht auf Berlin übertragbar. Trotz knapper Niederlage hat CDU-Spitzenkandidat Hagel das Wahlergebnis seines Vorgängers um 5,6 Prozent verbessert. Dass es am Ende nicht zum Sieg reichte, lag vielleicht am Bekanntheitsgrad, fehlender Politikroutine und der zu hohen Erwartungshaltung der Bundes-CDU.
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Welche Schlussfolgerungen lassen sich aus der Wahl ziehen?
1. Wahlergebnisse liefert der Wähler – und der ist für Überraschungen gut. Der Kuchen wird hinterher erst verteilt.
2. Landesvater oder -mutter zu werden, ist vom Vertrauens- und Bekanntheitsgrad abhängig und weniger von der Partei.
3. Das parteipolitische Profil der vier Bundesparteien, die die Mitte für sich beanspruchen, muss geschärft werden.
4. Die Wähler erwarten konkrete Problemlösungen, zum Beispiel zum momentanen Stellenabbau in der Industrie. Nicht eingehaltene Wahlversprechen zerstören das Vertrauensverhältnis und watschen auch manchmal Unschuldige ab.
Christine Horn, per E-Mail
Wenn die Grünen in Berlin feiern, verdrängen sie vollumfänglich, dass die konservativen Grünen in Baden-Württemberg gewonnen haben und nicht linke Aktivisten aus Berlin, die Cem Özdemir erfolgreich aus dem lokalen Wahlkampf rausgehalten hat.
Hans-Jürgen Schwanke, per E-Mail
Zum Artikel „Wie Deutschlands Nachbarn gegen hohe Spritpreise kämpfen“ vom 6. März
Eine Regelung ähnlich der in Österreich ist auch in Deutschland längst überfällig. Leider sind unserer Regierung steigende Spritpreise sehr willkommen, und solange die Steuern prozentual mit den Spritpreisen steigen, kann man ihr das nicht mal verdenken. Helfen könnte nur ein fester Steuersatz, unabhängig von der Höhe der Kraftstoffpreise.
Bernhard Bergmann, per E-Mail

Zum Artikel „Rentner freuen sich über mehr Geld“ vom 6. März
Wieder einmal werden Rentner so dargestellt, als wenn sie nur die Hand aufhalten und vom Staat nehmen. Und wieder einmal wird nicht erwähnt, dass inzwischen auch viele Rentner Steuern zahlen. Und es werden immer mehr! Nach jeder Rentenerhöhung erhöhen sich auch unsere Steuern, und es fallen mehr Rentner in die Steuerpflicht! Vergessen wird auch leider gern, dass die heutigen Rentner bereits eine Menge Steuern in diesem Land gezahlt und auch in die Sozialkassen eingezahlt haben. Wir sind sozusagen in Vorleistung gegangen. Und wer lange und hart gearbeitet hat und nun eine gute Rente dafür bekommt, darf jetzt als „Dankeschön“ wieder Steuern zahlen.
Irene Sachse, per E-Mail
Zum Artikel „Ist der Kudamm eine besondere Gefahr für Senioren?“ vom 6. März
Zu Unfällen am Kudamm kann man nur auf die Ampelübergänge hinweisen, die genügend vorhanden sind. Für Radfahrer und Fußgänger überall lebenswichtig. Es war mal im Gespräch, an den Ampeln für Smartphonebenutzer eine beleuchtete Linie auf dem Boden anzuzeigen. Was für ein Schwachsinn. Steckt doch nicht dauernd Geld in unsinnige Sachen, wenn der Mensch nur aufpassen muss! Nicht nur Jugendliche sollten vom Handy entwöhnt werden. Auch die Elterngeneration. Manche Kleinkinder kennen ihre Eltern nur mit einem rechteckigen Gegenstand vor dem Gesicht. Immer und überall. Und das Aufpassen kann und sollte man nicht jedem Menschen abnehmen! Auch nicht Älteren.
Ursula Schmohl, per E-Mail

Zum Artikel „Probeunterricht in Berlin: Nur ein Bruchteil hat ihn erfolgreich gemeistert“ vom 5. März
Ein schöner Spiegel unseres gescheiterten Bildungssystems in Deutschland. Welches andere Land leistet sich den „Luxus“, so vielen jungen Menschen die Zukunft zu verbauen? Vielleicht sollten sich die Kultusminister ein Beispiel an den skandinavischen Ländern nehmen, um allen Kindern das Recht auf Bildung zu ermöglichen.
Charles Woyth, per E-Mail

Zum Artikel zum Rolltreppenchaos in Berlin „Warum dieser Bahnhof kein Aushängeschild für Berlin ist“ vom 9. März
Na, da is wohl nur ne Schraube locker – is leider nich! Im Prinzip sind janze Jetriebe von de meisten Treppen beim HBF desolat. Zum Jlück is det nich nur in Berlin der Fall, andere Jemeinden betrifft det in etwa jenauso. Watt soll‘s, wird den Reisenden, wie ehemals een starken Treppenkuli, der det schwere Jepäck nen Stück weiter nach oben driftet, mal kurz jeholfen. Im Prinzip erstaunlich, watt sich da de Bahn leistet. Höchstwahrscheinlich war der Kostenfaktor hier wohl am derzeitigem Desaster schuld. Billich is nich immer jut. Man kann nur hoffen, dass diese stolpernde Funktion der Treppen bald ein Ende findet, und der fehlende Zahn im Jetriebe durch ein solventet, edlet Jebiss so bald wie möglich ersetzt wird.
Thomas Hansen, per Mail
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