“Die Rosenschlacht” und “Der Rosenkrieg”: Wie hasst man sich eigentlich im Jahr 2025? | ABC-Z

Weniger brutal, weniger lustig, dafür grausamer: Das Remake des Ehekrachfilms “Der Rosenkrieg”, jetzt als “Rosenschlacht”, zeigt die Sprachlosigkeit moderner Beziehungen.
© Walt Disney
Für ein
besseres Verständnis und die notwendige Gesellschaftsanalyse muss der
Film Die Rosenschlacht mit Benedict Cumberbatch und Olivia
Colman in den Hauptrollen unbedingt mit seiner historischen Vorlage verglichen
werden. Für sich betrachtet ist das Remake der Scheidungskomödie Der
Rosenkrieg aus dem Jahr 1989 nämlich geradezu fad. Der Name des oscarnominierten
Drehbuchautors Tony McNamara (Poor Things, The Favourite) hatte
doch etwas größere Erwartungen produziert.
In beiden
Filmen, die auf dem Roman The War of the Roses von Warren Adler basieren,
werden die verschiedenen Phasen einer unter Garantie scheiternden Beziehung
inszeniert. Der Titel des Remakes ist bereits die abgeschwächte Version des
Originals: Aus dem Krieg zwischen zwei Eheleuten (damals verkörpert von
Kathleen Turner und Michael Douglas) ist eine Schlacht geworden. Wohl aus
Rücksicht auf die Gegenwart. Dort ist die Faszination dafür, was sich einst
verliebte Menschen antun können, allerdings weiterhin aktuell. Aber wie hasst man sich
eigentlich im Jahr 2025? Wenn die Wut auf den anderen so groß wird, dass man
bereit ist, sich selbst als Kollateralschaden zu begreifen.