Die gescheiterte Suche nach einem Chefredakteur • Medieninsider | ABC-Z

Die Süddeutsche Zeitung bekommt mit Roman Deininger einen neuen Vize. Nach Recherchen von Medieninsider zeichnet sich ab: Die Personalie ist das Ergebnis einer viel größeren Suche, an der die Verantwortlichen aber gescheitert sind.
Man muss sich schon sehr sicher sein, wenn man eine Personalie kommuniziert, obwohl die wesentliche Bestätigung dafür aussteht. Am Dienstag verkündete der Verlag der Süddeutschen Zeitung die Absicht, Roman Deininger zum stellvertretenden Chefredakteur zu befördern, obwohl der Kreis der Impressionisten noch zustimmen muss. Sie, die im Impressum gelisteten Redaktionsverantwortlichen, haben laut SZ-Statut bei Personalien dieser Flughöhe das letzte Wort.
Dass Deininger als einer der profiliertesten Reporter des Hauses durchfällt, gilt laut Insidern als ausgeschlossen. Obendrein wäre dies nichts anderes als verantwortungslos, denn es würde die schwierige Lage nach all den Entwicklungen in den vergangenen Monaten noch verschärfen. Zugleich ist dieses Risiko womöglich der Grund, weshalb Deininger nicht direkt zum – mindestens – Co-Chefredakteur aufsteigt.
Denn dieser wurde in den vergangenen Monaten eigentlich gesucht. Wie mehrere mit den internen Vorgängen vertraute Personen gegenüber Medieninsider berichten, planten die Geschäftsführung sowie der Herausgeberrat eine Neuaufstellung der obersten redaktionellen Riege – und sind letztlich daran gescheitert.





















