DFB-Pokal: Bayern München erreicht gegen die SGS Essen das Finale – Sport | ABC-Z

Bis sie sich am Ostermontag warmgespielt hatten, brauchten die Fußballerinnen des FC Bayern eine ganze Weile. So kompakt wie die SGS Essen in diesem Halbfinale des DFB-Pokal verteidigte, fanden die Münchnerinnen gegen den Tabellenvorletzten der Bundesliga kaum Wege in den Strafraum. Das erinnerte zunächst an den Ostersonntag, als sich der VfL Wolfsburg wenige Tage nach dem Champions-League-Aus bei Olympique Lyon so schwertat, dass erst im Elfmeterschießen eine Blamage gegen den Liga-Letzten FC Carl Zeiss Jena verhindert werden konnte.
Im Stadion des FC Bayern Campus änderte sich die Dynamik nach 22 Minuten, als Bayerns Ariana Caruso mit einem Volleyschuss vermeintlich die Führung erzielte. Auf die Enttäuschung über diese Abseits-Entscheidung folgte dann aber viermal Jubel – und der dritte Einzug ins Pokalfinale hintereinander. Dort trifft der Titelverteidiger am 14. Mai in Köln im Duell der Dauerrivalen auf den Rekordsieger. „Wir wollen bis zum Schluss durchziehen“, sagte Direktorin Bianca Rech, „auch wenn uns sehr, sehr harte Wochen bevorstehen“.
:Jetzt nur nicht überrollen lassen
Der Einzug ins Halbfinale der Königsklasse zeigt die Entwicklung der Bayern-Frauen unter Trainer José Barcala. Doch nun wartet der schwerste Gegner auf sie: der FC Barcelona.
Nun wirkte das Defensivnetz offener, Franziska Kett fand auf der linken Seite eine passende Route Richtung Tor, passte zu Giulia Gwinn, die den Ball per Hacke weitergab an Momoko Tanikawa. Mit ihrem Führungstreffer nach einer knappen halben Stunde war klar, dass es im zweiten Halbfinale keine Wiederholung eines zähen Kampfes zwischen Favorit und Underdog geben würde. Bis zur Pause wagte Essen keine Angriffe mehr, der FC Bayern drehte dafür auf. In der 40. Minute übernahm Tanikawa die Vorbereitung des 2:0 und lieferte eine präzise Flanke auf Pernille Harder. An ihren Kopfball kam Luisa Palmen erst ran, festhalten konnte die SGS-Keeperin den Ball aber nicht. Als die Zuschauer und offenbar auch die Essenerinnen kurz danach gedanklich schon in der Pause waren, konnte Edna Imade nach einem ersten geblockten Schuss noch per Kopf auf 3:0 erhöhen.
Die ersten Minuten der zweiten Halbzeit nutzte Trainer José Barcala für vier Wechsel. Für den Spanier geht es darum, so viel Energie wie möglich zu sparen. Nach dem Einzug ins Halbfinale der Champions League gegen den FC Barcelona und einem deutlichen Vorsprung in der Bundesliga sind für sein Team noch die Titel in allen drei Wettbewerben drin – das große, seit Jahren angestrebte Ziel. Die Änderungen brachten das Spiel nicht ins Stocken, Imade machte weiter, wo sie aufgehört hatte: In der 73. Minute leitete die 25-Jährige das 4:0 über Barbara Dunst selbst ein, ehe sie abermals ein Kopfballtor erzielte.





















