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Deutschland-Blog: „Ich nehme diese Kritik an“: Merz räumt Fehler ein | ABC-Z

Großer Applaus für Merkel

Es war zu vermuten, dass es so kommen würde. Als der CDU-Vorsitzende Friedrich Merz am Freitagvormittag in Stuttgart den 38. Parteitag eröffnet, begrüßt er zwar zahlreiche andere Gäste zuerst. Den christdemokratischen Spitzenkandidaten für die Landtagswahl am 8. März, Manuel Hagel, den ältesten und den jüngsten Delegierten, die Chefs von Verbänden bis hin zu „Haus und Grund“. Schon kommt die Frage auf, wann es denn zu der Begrüßung kommt, die mit der größten Spannung erwartet wird. 

Um 10.47 Uhr ist es schließlich so weit. Friedrich Merz heißt Angela Merkel willkommen. Kaum hat der gegenwärtige Bundeskanzler seine Vorgängerin und ehemalige CDU-Vorsitzende begrüßt, brandet enormer Beifall auf, der mit Abstand stärkste während der bisherigen Merz-Rede. Merkel scheint noch viele Fans unter den 1001 Delegierten zu haben. Als Merz anschließend die anderen beiden noch lebenden ehemaligen CDU-Vorsitzenden, Annegret Kramp-Karrenbauer und Armin Laschet begrüßt, zeigt sich das deutlich. Der Beifall ist ordentlich, aber nicht annähernd so begeistert wie der für Merkel. 

Als Angela Merkel kurz vor dem Beginn des CDU-Parteitags in Stuttgart den Saal betrat, hatte sich eine kleine Traube um sie geschart. Es gab kurzen Beifall. Merkel ging dorthin, wo die Delegierten der CDU-Landesgruppe Mecklenburg-Vorpommern sitzen. Hier war sie einst Landesvorsitzende. Viele bekannte CDU-Politiker stehen bei ihr. Auch Merz und Generalsekretär Carsten Linnemann kommen. 

Merkel, die schon als Kanzlerin stets im Blazer auftrat, hat für ihren ersten Parteitagsauftritt als Kanzlerin a.D. eine Farbe gewählt, die dem Cadenabbia-Türkis ähnelt, das als Farbe auf dem zweitägigen Delegiertentreffen überall zu sehen ist, vor allem als Bühnenhintergrund. Es wirkt, als wolle sie zeigen, dass sie Teil der CDU ist.

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