Berlin

Der Fall Marvin Schwefel. – jetzt spricht ein weiteres mutmaßliches Opfer | ABC-Z

Das Urteil, das das Landgericht Berlin gegen Marvin S. im Fall von Paula K. und einer weiteren Frau am 10. November verhängt, ist noch nicht rechtskräftig: fünf Jahre und sechs Monate Haft mit anschließender Sicherheitsverwahrung. Das bedeutet, Marvin S. soll so lange in Haft bleiben, bis keine Gefahr mehr von ihm ausgeht.

Nach Angaben des Vorsitzenden hat Marvin S. die Taten gestanden. Ein psychiatrischer Sachverständiger kam zum Ergebnis, dass er bei den Übergriffen in seiner Steuerungsfähigkeit erheblich eingeschränkt gewesen sei. Hintergrund sei eine krankhafte sexuelle Präferenzstörung, die sexuelle Handlungen an bewusstlosen Personen umfasse. Warum die Frauen zum Tatzeitpunkt nicht bei Bewusstsein waren, konnte das Gericht nicht feststellen.

Sowohl der Anwalt von Marvin S. als auch die Staatsanwaltschaft sind in Revision gegangen. Mehrere Interviewanfragen und einen ausführlichen Fragenkatalog lässt der Anwalt unbeantwortet.

Bereits im Juli wurde Marvin S. wegen Vergewaltigung und fahrlässiger Körperverletzung zu fünf Jahren und sechs Monaten verurteilt. Auch dieses Urteil ist noch nichts rechtskräftig. Der Fall hatte damals bundesweit für Schlagzeilen gesorgt, weil Polizeibeamte zunächst keine Straftat erkannten.

Der Fall Marvin S. ist noch nicht abgeschlossen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt inzwischen in noch zwei weiteren Fällen gegen ihn.

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