Deal mit Investoren verhindert Sperre im App-Store | ABC-Z

Die Zukunft der populären Videoplattform TikTok in den USA scheint nach monatelangem Tauziehen gesichert zu sein. Medienberichten zufolge hat TikTok eine Vereinbarung zur Gründung eines Joint Ventures getroffen, das dem Unternehmen die Fortsetzung seines Betriebs in den Vereinigten Staaten ermöglichen soll. TikTok-Chef Shou Chew informierte die Mitarbeiter laut einer Meldung per E-Mail über den Schritt, wie die Plattformen Bloomberg und Axios berichteten.
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Zu den Investoren des neuen Gemeinschaftsunternehmens gehören der US-Softwarekonzern Oracle sowie die Finanzfirmen Silver Lake aus den USA und MGX aus Abu Dhabi. Die Investoren sollen zusammen rund 45 Prozent der Anteile an der neuen Firma halten. Der chinesische Mutterkonzern Bytedance bleibt mit etwa 20 Prozent beteiligt, während internationale TikTok-Investoren die restlichen 35 Prozent erhalten. Die Transaktion soll am 22. Januar abgeschlossen werden.
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Unternehmungsgründung soll Ausschluss aus App-Stores verhindern
Die Gründung des neuen Unternehmens ist eine Reaktion auf ein Gesetz, das im vergangenen Jahr beschlossen wurde. Dieses verpflichtet Bytedance dazu, das US-Geschäft von TikTok abzutrennen, um einen möglichen Ausschluss aus den App-Stores zu verhindern. Washington hatte sich besorgt gezeigt, dass TikTok für chinesische Propaganda oder zum Ausspähen von US-Nutzern genutzt werden könnte. Präsident Donald Trump setzte jedoch mit seinem Amtsantritt im Januar die Umsetzung des Gesetzes aus und verlängerte die Frist immer wieder. Laut Trump habe er bereits vor längerer Zeit die Zustimmung aus China für die Übertragung des TikTok-US-Geschäfts eingeholt.
Die Vereinbarung und die künftige Struktur des Unternehmens sollen ausschließlich Auswirkungen auf den Betrieb in den Vereinigten Staaten haben. TikTok bleibt außerhalb der USA, etwa in Deutschland, weiterhin uneingeschränkt nutzbar. Die Plattform erfreut sich vor allem bei jungen Menschen großer Beliebtheit und zählt nach aktuellen Angaben etwa 170 Millionen Nutzer in den USA.
sh/dpa/afp
















