Das Forsthaus St. Hubertus im Ebersberger Forst hat wieder geöffnet – Ebersberg | ABC-Z

Kaspressknödel, Biersuppe, Gorgonzola-Birnen-Bruschetta: Schon der Blick auf die Speisekarte wirkt appetitanregend. Noch größer wird die Vorfreude beim Blick auf die einladenden Gasträume: Viel Holz, rot-weiß karierte Vorhänge und Tischdecken, ein paar Primeln holen schon einen Hauch Frühling in die Stube. Künftig kann man im Forsthaus St. Hubertus mitten im Ebersberger Forst wieder nach einem Waldspaziergang gemütlich zu Kaffee und Kuchen einkehren oder sich abends zum Essen treffen. An diesem Freitag sperrt Wirt Alex Graßl das Wirtshaus erstmals nach einer langen Pause wieder auf.
Gemeinsam mit seinen Eltern Martin und Melanie –gleichzeitig seine wichtigsten Mitarbeiter – hat der junge Ottenhofener, der gerade mal Anfang 20 ist, das historische Gasthaus aus seinem Dornröschenschlaf erweckt: Seit fünf Jahren war hier nichts mehr los, nur im Biergarten bei dem malerischen historischen Gebäude aus dem Jahr 1880 wurden noch Gäste bewirtet. Als Alex Graßl Anfang 2025 die Gastronomie übernahm, war für ihn aber gleich klar, dass er irgendwann die schönen Innenräume des Forsthauses nutzen wollte.
Jetzt hat es sich etwas länger hingezogen, als er sich erhofft hatte. Das liegt nicht nur daran, dass es ein ordentliches Stück Arbeit war, das Wirtshaus und vor allem die Küche nach der langen Pause wieder funktionstüchtig und einladend zu machen. Es dauerte geraume Zeit, bis die Genehmigung endlich da war, erzählt er.
Nun aber kann das kleine Team loslegen, die Räume sind fertig, die Karte steht. Sie ist umfangreicher als die, die die Gäste des Biergartens bereits kennen, die Haupt-Köchin wird auch im Winter Melanie Graßl sein. Sie habe sich mit großer Begeisterung der Aufgabe gewidmet, das Angebot zu konzipieren, erzählt der Sohn, viele Kochbücher habe sie durchstöbert und alte Familienrezepte für die Gastronomie angepasst. Freunde und Verwandte konnten sich freuen, sie waren bei verschiedenen Probeessen die Ersten, die schon mal einen Vorgeschmack davon bekamen, was im Forsthaus künftig auf den Tisch kommen würde.
Geboten ist neben Salaten und Suppen viel Deftiges von Zwiebelrostbraten über Cordon Bleu bis hin zu feinen Wildgerichten. Das Fleisch für Letzteres stammt natürlich aus dem Ebersberger Forst, es wird direkt von den Staatsforsten bezogen, erzählt Alex Graßl. Wichtig war ihm aber – wie schon im Biergarten –, dass auch vegan lebende Gäste eine gute Auswahl haben und nicht auf Salat und Beilagen ausweichen müssen, wie es in so vielen Gaststätten oft der Fall ist. Beim „Winter-Hubertusburger“ etwa begleiten Preiselbeeren, karamellisierte Äpfel und Zwiebeln das vegane Patty, auch die Wirsing-Lasagne kommt ohne tierische Zutaten aus. „Wir haben vegane Vor-, Haupt- und Nachspeisen im Angebot, das hebt uns schon von der Konkurrenz ab“, sagt der Wirt.

:Jungwirt besteht erste Prüfung
Alex Graßl ist 20 und hat die Schule geschmissen, um den Waldbiergarten St. Hubertus im Ebersberger Forst zu übernehmen. Über Neuerungen, die gut ankommen – und den bisher schlimmsten Tag seiner ersten Saison.
Serviert wird in zwei Räumen im Erdgeschoss des Forsthauses, gerade einmal 40 Gäste haben hier Platz, weshalb der Wirt auch zur Reservierung rät, bevor man den Weg in den Wald auf sich nimmt. Weil sich die Personalsuche nicht ganz so einfach gestaltet, ist vorerst auch nur an den Wochenenden geöffnet: freitags und samstags jeweils von 17.30 bis 22 Uhr, an Sonn- und Feiertagen von 14 bis 22 Uhr.





















