Darts-WM: Luke Littler bleibt Darts-Weltmeister | ABC-Z

Luke Littler ist zum zweiten Mal Darts-Weltmeister geworden. Der erst 18 Jahre alte Engländer verteidigte seinen Titel mit einem 7:1-Sieg gegen den chancenlosen Europameister Gian van Veen aus den Niederlanden.
Littler erhielt für seinen Sieg neben dem erstmals ausgelobten Rekordpreisgeld von rund 1,15 Millionen Euro eneut die mehr als 20 Kilogramm schwere Sid-Waddell-Trophäe. “Das fühlt sich atemberaubend an”, sagte Littler, der als erster Profi
seit dem Schotten Gary Anderson vor zehn Jahren den WM-Titel erfolgreich
verteidigt hat, am späten Samstagabend auf der größten Darts-Bühne der
Welt. Er zitierte den britischen Boxer Anthony Joshua und sagte: “Das
erste Mal war so gut, ich musste es einfach noch einmal machen.”
Littler lässt seinem Gegner keine Chance
Während der dreiwöchigen Weltmeisterschaft konnte niemand Littler wirklich herausfordern. Und nach dem wiederholten Triumph führt Littler die Weltrangliste nun mit einem großen Vorsprung an.
Der unterlegene Widersacher van Veen gestand ein: “Luke hat mir absolut
keine Chance gelassen, er hat mich ständig unter Druck gesetzt. Er ist
fantastisch, deshalb ist er die Nummer eins.” Van Veen, der vor dieser WM noch nie ein Spiel im Ally Pally gewonnen
hatte, kann trotzdem zufrieden auf sein Jahr und sein WM-Turnier
blicken. Der 23-Jährige gewann nicht nur den EM-Titel, sondern löste mit
seinem starken Lauf in London auch Landsmann Michael van Gerwen als Nummer eins der Niederlande ab. Dieser hatte das nationale Ranking 13
Jahre lang angeführt.
Gegen Littler ging van Veen zwar anfangs noch mit 1:0 in Führung, doch danach drehte Littler das Spiel und ließ ihm keine Chance mehr. “Mein größter Vorteil ist, dass ich schon Weltmeister bin”, hatte
Littler vor der Partie gesagt. “Ich gehe mit großem Selbstvertrauen ins
Finale.” Der Brite traf die Triple und Doppel hervorragend und sorgte mit einem 170er-Finish für die frühe 2:1-Führung. Anschließend gewannt Littler schnell Satz um Satz. Wenig später war die Partie mit seinem Sieg beendet.
Deutsche Darts-Profis enttäuschten
Bei weitem nicht an das Niveau der beiden
Finalisten anknüpfen konnten in London die deutschen Profis, die ein
enttäuschendes Turnier erlebten.
Zwar schaffte
es ein Quartett bis in die dritte Runde – doch in dieser verloren
Martin Schindler, Gabriel Clemens, Arno Merk und Ricardo Pietreczko
allesamt ihre Spiele. Damit bleibt der Saarländer Clemens der einzige
deutsche Profi, der bis ins Halbfinale kam. Der nationale Primus
Schindler rutscht nach der WM von Platz 13 auf Platz 15 ab.





















