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Dachau: Großes Interesse an Demokratiebildung – Dachau | ABC-Z

Das Interesse an Demokratiebildung und Extremismusprävention ist im Landkreis Dachau groß, vor allem an Schulen: 18 Anträge für Projekte in diesem Jahr sind beim Kreisjugendring (KJR) Dachau eingegangen. Weil es nur 35 000 Euro Fördergeld aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“ zu verteilen gab, konnten nicht alle bedacht werden. Manche mussten ihr Angebot abspecken.

„Die große Zahl an Anträgen zeigt, wie engagiert viele Initiativen, Vereine und Einrichtungen im Landkreis für Demokratie und ein respektvolles Miteinander eintreten“, betont Manuel Liebig vom Kreisjugendring, der die Koordinierungs- und Fachstelle der Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Dachau leitet.

Die Workshops, die Liebig am Telefon aufzählt, haben Titel wie „Stark wie ein Löwe“, „Heldenreise“ oder „Inner Warriors“. Kinder und Jugendliche üben dabei Fähigkeiten wie Selbstbehauptung, Resilienz und Konfliktfähigkeit und lernen etwas über demokratische Werte.

Auch Begegnungs- und Veranstaltungsformate werden bezuschusst: So plant der Runde Tisch gegen Rassismus wieder eine Veranstaltungsreihe mit Podiumsdiskussion, Theater, Workshops und Lesung zu Diskriminierung, Rassismus, Antifeminismus und gesellschaftlicher Spaltung. Dazu gibt es die neue Reihe „Coffee with a Jew“, bei dem zwei Menschen jüdischen Glaubens in Dialog mit jungen Leuten treten. Auch ein inklusives Straßenfest zum 60-jährigen Bestehen der Einrichtung „Die Wiege“, einem Heim für Kinder mit schweren Behinderungen, wird unterstützt.

Argumente gegen Rechtsextremismus

Ebenfalls auf der Förderliste stehen Präventionsprogramme zu rechtsextremen Entwicklungen an Schulen sowie Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte zu Demokratiebildung, geschlechterreflektierter und diversitätssensibler Pädagogik, gewaltfreier Kommunikation und Argumentationstraining gegen extrem rechte Positionen.

Die Auswahl der Projekte hat das Bündnis der Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Dachau bei seiner jüngsten Sitzung Ende Februar getroffen. Im Bündnis sind neben dem KJR auch zivilgesellschaftliche Initiativen, lokale Netzwerke und Behörden vertreten.

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