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Cheyenne Pahde nach Tod der Kessler-Zwillinge: “Wenn es einer Schwester schlecht geht…” | ABC-Z

Ihr Lächeln, ihr Gleichklang, ihr ikonischer Auftritt im Doppelpack: Alice und Ellen Kessler prägten über Jahrzehnte das deutsche Showgeschäft. Am 17. November starben die legendären Zwillingsschwestern im Alter von 89 Jahren in ihrem Haus in Grünwald. Es war begleitete Sterbehilfe – ein Jurist und eine Ärztin waren anwesend. Freunde und Weggefährten hatten von ihrem letzten Schritt nichts geahnt.

Cheyenne und Valentina Pahde haben eine unzertrennliche Bindung 

Auch die Münchner Schauspielerinnen Cheyenne und Valentina Pahde (31) trauern um ihre großen Vorbilder. In der AZ spricht Cheyenne über die Begegnungen mit den Kesslers, die Nachricht ihres Todes – und die unzertrennliche Bindung zu ihrer eigenen Zwillingsschwester.

“Durfte die Kessler-Zwillinge kurz kennenlernen” 

Cheyenne Pahde erinnert sich lebhaft an eine Begegnung vor zwei Jahren, als sie bei “Stars in der Manege” auftrat. “Ich durfte die Kessler-Zwillinge kurz kennenlernen. Sie saßen zufällig neben meiner Mama und haben mich damals bei meinem Auftritt unterstützt”, erzählt sie der AZ. Die damals 29-Jährige war nervös – schließlich erkannte sie sofort die Namen auf den Plätzen im Publikum. Pahde über die Kesslers: “Ihr Auftreten war wie immer: Ein absolutes Power-Duo, freundlich, professionell und man spürte ihre Anwesenheit.” 

Cheyenne Pahde lernte bei der Aufzeichnung von “Stars in der Manege” Ende 2023 die Kessler-Zwillinge kennen.
© Sat.1/Nadine Rupp
Cheyenne Pahde lernte bei der Aufzeichnung von “Stars in der Manege” Ende 2023 die Kessler-Zwillinge kennen.

von Sat.1/Nadine Rupp

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“Freunde wussten, wie wichtig Alice und Ellen Kessler für uns waren”

Vom Tod von Alice und Ellen Kessler erfuhr Cheyenne Pahde am 17. November im Urlaub: “Die Nachricht hat mich sehr umgehauen. Valentina hat mich gleich angerufen. Ich konnte es nicht glauben.” Cheyenne Pahde wird emotional: “Viele unserer Freunde haben sich an dem Tag bei uns gemeldet, sie wussten, wie wichtig Alice und Ellen für uns waren.” 

Denn für die Pahde-Zwillinge hatten die Kesslers eine besondere Bedeutung. Cheyenne zur AZ: “Alice und Ellen hängen seit mehreren Jahren bei mir zu Hause an der Wand als Vision-Board. Sie sind unsere Inspirationsquelle und ich habe mich intensiv mit den beiden beschäftigt, da wir sie beide auch als Vorbild gesehen haben. Zwei Frauen, die in ihrer Zeit schon so stark, diszipliniert und unabhängig waren. Das hat uns als Zwillinge sehr motiviert und fasziniert.”

An Cheyenne Pahdes Vision-Board hängt eine Autogrammkarte von Ellen und Alice Kessler: "Sie sind unsere Inspirationsquelle"
An Cheyenne Pahdes Vision-Board hängt eine Autogrammkarte von Ellen und Alice Kessler: “Sie sind unsere Inspirationsquelle”
© privat
An Cheyenne Pahdes Vision-Board hängt eine Autogrammkarte von Ellen und Alice Kessler: “Sie sind unsere Inspirationsquelle”

von privat

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Zwillings-Bindung: “Sie ist ein Teil von mir” 

Was bedeutet es überhaupt, Zwilling zu sein? Cheyenne Pahde muss nicht lange überlegen: “Man kann das Verhältnis zu seiner Zwillingsschwester kaum in Worte fassen. Sie ist ein Teil von mir. Wir sind immer miteinander verbunden und man kann sich immer aufeinander verlassen. Das ist das schönste Gefühl im Leben.”

Cheyenne Pahde über ein Leben ohne Zwilling Valentina: “Habe ich mir bewusst noch nie vorgestellt”

Über ein Leben ohne ihre Schwester Valentina nachzudenken – das habe Cheyenne Pahde “bewusst noch nie” getan, sagt die 31-Jährige ehrlich.

Ellen Kessler hatte im Oktober einen Schlaganfall erlitten und war schwer erkrankt. Alice entschied sich, gemeinsam mit ihr zu sterben. Kann ein Zwilling das nachvollziehen? Cheyenne Pahde formuliert vorsichtig: “Wir werden die Hintergründe wahrscheinlich nie genau wissen und deshalb auch nicht verstehen können. Was ich aber sagen kann: Wenn es einer Schwester schlecht geht, geht es der anderen Schwester auch schlecht.”


Anmerkung der Redaktion: In der Regel berichtet die AZ nicht über Selbsttötungen – es sei denn, die Tat erfährt durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit. Suizidgedanken sind häufig eine Folge psychischer Erkrankungen. Letztere können mit professioneller Hilfe gelindert und geheilt werden. Wer Hilfe sucht, auch als Angehöriger, findet sie bei der Telefonseelsorge: 0800–111 0 111 und 0800–111 0 222. Die Berater sind rund um die Uhr erreichbar, jeder Anruf ist kostenlos.

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