Politik

Business-Liveticker: Gewinn von Daimler Truck geht stark zurück | ABC-Z

 

Porsche meldet drastischen Gewinneinbruch von mehr als 90 Prozent

Das Debakel im China-Geschäft und milliardenhohe Belastungen durch den Strategieschwenk haben den Gewinn des Sportwagenherstellers Porsche stark sinken lassen. Wie das baden-württembergische Traditionsunternehmen am Mittwoch mitteilte, betrug der operative Gewinn (Ebit) im vergangenen Jahr nur noch 413 Millionen Euro nach knapp 5,6 Milliarden Euro im Jahr davor. Das ist ein Minus von 92,7 Prozent. Nur mit dem Verkauf von Autos – also ohne Finanzdienstleistungen – hat Porsche sogar nur noch 90 Millionen Euro verdient. Der Umsatz ging um 9,5 Prozent auf nun 36,3 Milliarden Euro zurück. Die operative Umsatzrendite beträgt damit 1,1 Prozent (Vorjahr 14,1 Prozent). 

 

Grund für das schlechte Ergebnis ist vor allem die teure Neuausrichtung der Modellpalette, nachdem das Unternehmen im September verkündet hatte, wieder verstärkt auf Autos mit Verbrenner zu setzen, weil Porsche den Hochlauf der Elektromobilität falsch eingeschätzt hatte. Hinzu kommen Aufwendungen für ein erstes Sparpaket, im Zuge dessen das Unternehmen plant, rund 4000 Stellen abzubauen, sowie Kosten für die Aufgabe einer eigenen Batteriezellfertigung in Kirchentellinsfurt bei Tübingen. 

 

Ein zweites Sparpaket ist angekündigt, die Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern sind allerdings noch ausgesetzt, weil der neue Vorstandsvorsitzende Michael Leiters noch die künftige Strategie für Porsche erarbeitet. Der frühere McLaren-Chef hatte den Posten Anfang des Jahres von Oliver Blume übernommen. Leiters will im Laufe des Vormittags bei der Jahresbilanzpressekonferenz seine Pläne erläutern, es ist der erste öffentliche Auftritt des 54 Jahre alten Managers für Porsche.

Back to top button