Aleppo: Schwere Kämpfe und widersprüchliche Angaben – Politik | ABC-Z

Zur Lage in der syrischen Millionenstadt Aleppo und dortigen Kämpfen gibt es widersprüchliche Angaben. Die Armee von Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa ließ in einer Mitteilung verlauten, sie habe ihren Einsatz im kurdisch geprägten Stadtteil Scheich Maksud beendet. Die Gegend sei zuvor durchkämmt worden. Die Armee rief die Bewohner dennoch auf, aus Sicherheitsgründen vorerst zu Hause zu bleiben.
Von der kurdisch dominierten Miliz SDF (Syrian Democratic Forces) hieß es hingegen in einem Post auf der Plattform X, heftige Kämpfe dauerten dort an. Die Regierung versuche zudem, Verbrechen an Zivilisten zu vertuschen.
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Nach Informationen des arabischen Senders Al-Dschasira war die Zahl der vor den Kämpfen in Scheich Maksud und in einem weiteren Stadtteil geflohenen Menschen zuletzt auf 162 000 gestiegen. Der „Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte“ zufolge wurden bei den Auseinandersetzungen 62 Menschen getötet, darunter 27 Zivilisten.
Die Kämpfe in Aleppo gelten als die schwersten seit dem Sturz des Diktators Baschar al-Assad vor etwa einem Jahr. In der Nacht zum Freitag war es für einige Stunden zu einer Waffenruhe gekommen. Diese sollte nach Angaben der Regierung zu einem freiwilligen Abzug kurdischer Kämpfer aus der Millionenstadt dienen. Die Armeeführung hatte diese laut der staatlichen Nachrichtenagentur Sana aufgefordert, sich zu ergeben, wenn sie am Leben bleiben wollten. Von kurdischer Seite wurde jedoch betont, man habe nicht vor, abzuziehen.
Große Teile im Nordosten Syriens werden noch immer von den SDF kontrolliert. Diese hatten jahrelang eine führende Rolle beim Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat gespielt. In Aleppo beschränkt sich der Einfluss kurdischer Milizen auf die Stadtviertel, die von der Minderheit geprägt sind. Die syrische Regierung will das aber nicht länger dulden. Die kurdischen Kräfte wiederum weigern sich, sich bedingungslos dem nationalen Militär unterzuordnen.





















