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Bundestagspräsidentin Klöckner reist zu Antrittsbesuch nach Israel | ABC-Z

Stand: 10.02.2026 03:58 Uhr

Seit knapp einem Jahr ist Julia Klöckner Bundestagspräsidentin, heute reist sie in dieser Funktion erstmals nach Israel. Vorab kritisiert sie die starke Zunahme von Antisemitismus in Deutschland.

Bundestagspräsidentin Julia Klöckner reist heute zu einem dreitägigen Antrittsbesuch nach Israel. Die CDU-Politikerin folgt einer Einladung ihres Amtskollegen Amir Ohana.

Im Gespräch mit dem Präsidenten der Knesset und weiteren Politikern soll es nach Angaben des Bundestags vor allem um die bilateralen Beziehungen, die Lage in der Region, die geopolitische Situation sowie die Cybersicherheit zum Schutz der Parlamente gehen.

Vorgesehen sind unter anderem auch Treffen mit Oppositionsführer Jair Lapid und mit der deutsch-israelischen Freundschaftsgruppe der Knesset. Klöckner will außerdem in Yad Vashem der von den Nationalsozialisten ermordeten rund sechs Millionen Jüdinnen und Juden gedenken.

Kritik an Antisemitismus in Deutschland

Sie will auch das Nova-Festival-Memorial aufsuchen, das an die Opfer des Überfalls der Terrormiliz Hamas am 7. Oktober 2023 erinnert. In einem Gastbeitrag im Tagesspiegel kritisierte die CDU-Politikerin, dass mit diesem Angriff auf Israel Judenhass weltweit wieder salonfähig geworden sei.

Auch auf deutschen Straßen sei der Überfall gefeiert worden. “Sicher, der Antisemitismus bei uns war nie weg. Seit jenem 7. Oktober erlebt er aber eine schreckliche, hemmungslose Konjunktur”, schrieb Klöckner. Das barbarische Morden und Verschleppen durch die Hamas habe “Dämme brechen lassen”.

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